Mindestlohn und Frauenquote: Wenn Politik auf Retail trifft

Pro­mi­nenz aus Han­del und Poli­tik beim Deut­schen Han­dels­kon­gress 2011 in Berlin.

“Es gibt den Kauf­hof jetzt in zwei Jahr­tau­sen­den und in drei Jahr­hun­der­ten. Kauf­hof wird Kauf­hof blei­ben.” Kauf­hof-Chef Lovro Man­dac auf die Fra­ge von Mode­ra­to­rin Corin­na Lam­pa­di­us, ob er schon grie­chisch lerne.

Otto-Chef Hans Otto Schra­der mag kei­ne jam­mern­den Mana­ger: “ ‘Vic­tim’ is not a job description.”

Marc O’Po­lo-Vor­stand Alex­an­der Gedat will bei der Arbeit Spaß haben: “Es wäre ja nicht aus­zu­hal­ten, wenn ich den gan­zen Spaß in den zwei, drei Abend­stun­den nach­ho­len müsste.”

Wenn ich Kun­den­ori­en­tie­rung ernst neh­me, darf ich kei­ne zu engen Gewinn­zie­le defi­nie­ren”, sagt dm-Chef Erich Harsch. “Wenn ich mich danach rich­te, was mein Chef will, dann habe ich ihn und nicht die Kun­den im Fokus.”

Katag-Chef Dani­el Ter­ber­ger sieht sei­ne Aus­ga­be dar­in, glei­cher­ma­ßen glo­ba­le Prä­senz wie loka­le Ver­wur­ze­lung und Indi­vi­dua­li­tät der selbst­stän­di­gen Katag-Händ­ler sicher­zu­stel­len: “Glo­ka­li­tät ist für den Fach­han­del nur durch Ver­bund­grup­pen möglich.”

Kein Gale­rist hat den Lumas-Grün­dern Ste­fa­nie Harig und Marc Ull­rich den Erfolg zuge­traut: “Eine Gale­ris­tin sag­te uns: ‘War­um mit 1000 Kun­den über 100 Euro reden, wenn ich auch mit einem Kun­den über 100.000 Euro reden kann?’ Da wuß­te ich, dass Gale­ris­ten kei­ne Ein­zel­händ­ler sind”, so Ull­rich (3. v.l.). Foto­kunst-Filia­list Lumas wur­de in Ber­lin mit dem Deut­schen Han­dels­preis 2011 ausgezeichnet.

Wirt­schafts­Wo­che-Chef­re­dak­teur Roland Tichy mode­rier­te die Ver­an­stal­tung: “Apple – das ist doch so eine Art Kon­zen­tra­ti­ons­la­ger für Nerds.”

HDE-Prä­si­dent Josef Sanktjo­han­ser (neben Fami­li­en­mi­nis­te­rin Kris­ti­na Schrö­der): “Wir sind kei­ne Dumpinglohn-Branche!”

Kanz­le­rin Ange­la Mer­kel will nicht nur einen Min­des­lohn, son­dern zugleich die Tarif­au­to­no­mie stär­ken: “Unte­re Lohn­gren­zen sol­len die Tarif­part­ner ver­bind­lich für die gan­ze Bran­che fest­le­gen und nicht die Politik.”

Fami­li­en­mi­nis­te­rin Kris­ti­na Schrö­der ist gegen die Frau­en­quo­te, aber für mehr Frau­en im Manage­ment: “Gemes­sen an der Gesamt­wirt­schaft sind Frau­en im Han­del über­pro­por­tio­nal in Füh­rungs­po­si­tio­nen ver­tre­ten. Gemes­sen am Frau­en-Anteil im Han­del ist aber noch Luft nach oben.”

Bit­te lesen Sie dazu auch Nächs­ten Mitt­woch kommt die Kanzlerin

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