Als Händler kommen wir am Internet nicht vorbei, sagt Nikolaus Jagdfeld

 

“Das Inter­net wird als Absatz­ka­nal nicht mehr weg­zu­den­ken sein. Sie müs­sen den Kun­den dort bedie­nen, wo er ist.” Ich traf den Geschäfts­füh­rer des Depart­ment­s­to­re im Quar­tier 206 neu­lich in Ber­lin zum Gespräch über sein jüngs­tes Pro­jekt: den Online­shop (http://www.cabinet206.com). Jagd­feld ist mit dem Able­ger für avant­gar­dis­ti­sche Mode im UG des Quar­tier 206, dem Depart­ment­s­to­re-Cabi­net, gestar­tet. “Das Anfangs­ri­si­ko ist gerin­ger. Wir wol­len uns erst­mal Kom­pe­tenz auf­bau­en.” Das Haupt­haus folgt im kom­men­den Jahr. 

 

 Zur­zeit mei­nen ja vie­le Ein­zel­händ­ler online gehen zu müs­sen. Für den 31jährigen steht außer Fra­ge, dass ein Haus sei­nes For­mats auch im Inter­net ver­kauft: “Wir glau­ben an die Idee von Hyper­lo­ca­li­ty. Als Händ­ler muss man in Zukunft sta­tio­när und online unter­wegs sein und das gan­ze mög­lichst flie­ßend mit­ein­an­der verbinden.” 

 

 Und wie geht das Online-Enga­ge­ment mit den Immo­bi­li­en­in­ter­es­sen der Jagd­feld-Grup­pe zusam­men? Die Fun­dus-Grup­pe von Niko­laus’ Vater Anno August Jagd­feld gehört mit Objek­ten wie dem Adlon in Ber­lin und dem Grand­ho­tel Hei­li­gen­damm zu den größ­ten deut­schen Immo­bi­li­en­un­ter­neh­men. Brau­chen wir noch so vie­le Laden­flä­chen? “Das sta­tio­nä­re Ein­kaufs­er­leb­nis wird nicht zu erset­zen sein. Ob es in 15 oder 20 Jah­ren im Laden noch so häu­fig zu Kauf­ent­schei­dun­gen kommt, ist aller­dings die Fra­ge. Man will sich Sachen im Laden anschau­en kön­nen, sie anpro­bie­ren, sie dann aber viel­leicht spä­ter im Inter­net bestel­len und lie­fern las­sen. Oder man infor­miert sich online und kommt dann zum Kauf in den Laden. Innen­städ­te und gute Lagen wer­den nach wie vor funk­tio­nie­ren. Vie­le schlech­te Lagen wer­den verlieren.”

 

Das läs­si­ge Foto stammt vom Blog “Freun­de von Freun­den”. Dort gibt es noch mehr schö­ne Auf­nah­men von Jagd­feld zu sehen. Hat mir bes­ser gefal­len als das offi­zi­el­le, etwas stei­fe Fir­men­fo­to. Das kom­plet­te Inter­view steht am kom­men­den Don­ners­tag in der TW.

 

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