Wie kann Primark so billig sein, Wolfgang Krogmann?

Primark ist der neue Angstgegner des deutschen Textileinzelhandels. Preise wie Kik, aber modischer im Sortiment und bedeutend attraktiver in der Präsentation zieht der Bekleidungsdiscounter aus Irland nicht nur die an, die sich nichts anderes leisten können, sondern auch jene Kunden aus der Marktmitte, die sonst eher die Kunden von C&A und P&C sind. Das macht Primark dem Aldi ähnlicher, der Kik gerne wäre. Was Primark für den Wettbewerb so gefährlich macht, sind die riesigen Flächen. Die deutschen Läden sind zwischen 4800 qm (Dortmund) und 8800 qm (Hannover) groß. Wo die Iren aufschlagen, nehmen sie der Konkurrenz gleich spürbar Marktanteile ab. Ein Category Killer, im wahrsten Sinne des Wortes.

Primark hat echte “Wow”-Preise: Ein Siebener-Pack schwarze Socken für 1,50 Euro (ein Eröffnungsangebot, glaube ich). Ugg-Boots (natürlich keine originalen) für 10 Euro. 1a Thermo-Skiunterwäsche für 8,90 Euro. “Leder”-Handtaschen kosten zwischen 5 und 13 Euro. Jeans gibt es ab 11 Euro.

Wie geht das, Wolfgang Krogmann? Wir trafen den Nordeuropa-Chef vorgestern in Saarbrücken, wo Primark sein sechstes deutsches Geschäft eröffnete (Thomas Fedra fotografierte). Gestern folgte mit Verspätung in Essen das siebte. Europaweit werden es Ende des Jahres 232 Filialen sein.

“Primark hat zu 90 Prozent dieselben Lieferanten wie die Wettbewerber”, sagt Krogmann, “wir kaufen zu denselben Preisen ein.” Natürlich versucht man sich im Einkauf zu konzentrieren. So stammt 90 Prozent der Ware von nur 250 Lieferanten. Den Unterschied macht aber vor allem, was danach kommt. Primark ist Discount. Man kommt mit sehr niedrigen Kalkulationen aus. Eine extrem effiziente und schlanke Organisation und eine kostenoptimierte Logistik machen’s möglich. “Wir lassen all das weg, wovon unsere Kunden nichts haben”, sagt Krogmann. Unter anderem Werbung.

Die Läden sind keine Marmorpaläste, aber sie bieten alles, was die Kunden zum Einkaufen brauchen: schnelle Übersicht, ein klares Store-Layout, eine verständliche Präsentation nach Warengruppen und Stilgruppen. Nur Spiegel gibt es in dem Laden kaum. In Saarbrücken gibt es über das 5890 qm große Haus verteilt 65 Umkleiden und 70 (!) Kassen. Selbst wenn 50 Leute vor einem in der Schlange stehen, dauert es selten länger als fünf Minuten, bis der Kassiervorgang abgeschlossen ist. Kaum glaublich ist die Tatsache, dass Primark in Saarbrücken sage und schreibe 570 Mitarbeiter beschäftigt. Selbst auf Vollzeit umgerechnet dürften das dreimal mehr sein, als SinnLeffers zuvor in dem Haus eingesetzt hatte. Man zahle Tarif, sagt Krogmann, und man rechne stundenweise ab – was extrem flexibel sei und zugleich für die Mitarbeiter den Vorteil habe, dass sie jede Überstunde sofort erstattet bekämen.

Unfassbar erscheint, dass Primark bei all dem auch noch prächtig verdient: Im gerade abgelaufenen Geschäftsjahr setzte das Unternehmen gut 3 Mrd. Pfund um. 309 Mill. Pfund blieben als Gewinn übrig.

Primark nutzt seine vertikale Organisation für radikal zu Ende gedachten Discount. Dass das Einfallstor für ein solches Retail-Format so weit offen steht, hängt auch mit den exorbitant ausufernden Vertriebskosten im Modebusiness zusammen. Viel stärker als in den meisten anderen Einzelhandelsbranchen sind die Kalkulationen im Textileinzelhandel in den vergangenen Jahrzehnten in die Höhe geklettert. Bei Möbeln, bei weißer Ware und womöglich auch im Lebensmittelhandel war das umgekehrt. Der Wettbewerbsdruck im Modehandel ließ einen immer größeren Einsatz am POS und im Marketing angeraten erscheinen. Gespart wurde nur bei den Mitarbeitern. Manche Filialisten geben heute mehr Geld für Mieten als fürs Verkaufspersonal aus. Vielleicht konzentriert sich Primark einfach konsequenter als andere auf das Wesentliche.

Natürlich erregen die billigen Preise den Verdacht, dass Primark Sozial- und Umweltstandards eher lax handhabt. Das erklärt den Stellenwert, den dieses Thema in allen Veröffentlichungen von Primark einnimmt. Und natürlich spielte es auch in unserem Gespräch mit Primark-Direktorin Breege O’Donoghue eine Rolle, das wir für die übernächste TW-Ausgabe geführt haben.

Übrigens mein letztes Interview für die TextilWirtschaft.

Bitte lesen Sie dazu auch:

Wolfgang Krogmann ist zurück im Spiel

Nicht nur Lucy Siegle stirbt für Mode

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profashionals

Mehr als 20 Jahre journalistische Arbeit bei der TextilWirtschaft. Als Redakteur, Korrespondent, Business-Ressortleiter. Chefredakteur von 2006 bis 2011. Die TextilWirtschaft ist das führende Medium für das Modebusiness im deutschsprachigen Europa. Seit Januar 2012 Managing Partner der Personalberatung Hartmann Consultants

62 thoughts on “Wie kann Primark so billig sein, Wolfgang Krogmann?

  1. Auch wenn nur die Hälfte von dem dem stimmen würde, was Lucy Siegle schreibt in “To die for” – jedem vernünftig denkenden Menschen MUSS klar sein, dass bei solchen Preisen irgendwer in der Supply Chain verdammt viel für verdammt wenig Geld arbeiten muss. Ich wünsche niemandem einen geschäftlichen Misserfolg. Aber ich wünsche mir, dass die Kunden mit mehr Verstand und Kritik in die Läden kommen und hinterfragen, was da in den Läden hängt.

  2. Qualität der Ware ist mangelhaft…
    Bei den grossen Margen ist eines klar … tausende Inder ob Kinder oder nicht werden hier ausgebeutet

  3. Ich liebe Primark, selbst wenn es Kinderarbeit ist, Adidas und H&M sind da auch keine besseren Vorbilder, es kann sich halt nicht jeder teure und dazu auch echt schöne Klamotten leisten, deswegen finde ich, dass Primark geil ist:)

    1. wow. echt krass wie manche hier argumentieren. wenn alle von der bücke springen würdest du es doch auch nich machen, oder etwa doch? versetz dich mal in die lage eines kindes, dass für dich in unmöglichen bedingungen arbeiten muss und noch nich mal annähernd in der lage is, sich zb so einen billigen pulli zu kaufen? is das fair? durch zufall wurde dieses kind dort geboren und muss nur weil unsere westliche gesellschaft so oberflächlich und habgierig ist, leiden? witzig, dass leute sich erst durch “schöne” kleidung profilieren müssen, statt durch ihre persönlichkeit. ist das nicht krank? nein. man wird ja so erzogen, dass das eben ganz normal ist.

      1. ja ich bin auch der Meinung wir Menschen sind blind und wissen nicht wie die armen Kinder dort leiden müssen damit die Menschen in Europa glücklich & zufrieden leben können !

      2. Versetz Du dich mal in die Lage eines Kindes in einem Land, in dem es so gut wie KEINE Arbeit und dafür einen hohen Prozentsatz an Armut gibt. Ich will Kinderarbeit nicht rechtfertigen, Kinderarbeit ist abartig und ich finde das habgierige und ausbeutende Verhalten unserer westlichen Gesellschaft verachtenswert, aber wenigstens können die Kinder so ihre Familie ernähren, wenn es schon die Eltern nicht können…

        Man muss immer beide Seiten einer Medaille sehen.

      3. Ja aber wenn wir die sachen garnicht kaufen wird das Kind sterben ,weil es nicht mal das wenig geld bekommt das es jetzt verdient!!! Also wollt ihr alle dss die Kinder die diese Sachen herstellen sterben sollen. Wirklich toll!!!

    2. Wenn Klamotten weniger kosten als eine Tasse Kaffee, sollte jeder Mensch, der gescheit im Kopf ist, stutzig werden! Auf der anderen Seite der Kette werden Menschen dafür ausgebeutet, Kinder hin oder her, die Überstunden machen und 6 Tage die Woche für einen Monatslohn von 30-60 Euro arbeiten!!! Und wenn du dir keine teuren Klamotten leisten kannst, dann kauf 3 Teile weniger bei Primark und nimm das gesparte Geld für einen Einkauf woanders!

  4. Wir muessen mal endlich damit aufhoeren jeden Billig-Discounter zu kritisieren, weil Kinderarbeit dahinter steckt. Bitte auch mal ein bischen ueber den Tellerrand hinausschauen. Ihr solltet mal ein bischen besser recherchieren und vor allen Dingen nicht immer die ethnozentrische Brille tragen. Fuer uns ist Kinderarbeit selbstverstaendlich abstossend, aber hat jemand von Euch mal daran gedacht, dass Familien oftmals genau diese Arbeit als einzigste Einnahmequelle haben und sich damit ein Minimum an EXistenz sichern ?

    1. @ Greg: Dann solltest du mal an deiner Perspektive arbeiten. Wenn diese Kinder arbeiten, um Einkommen für ihre Familie generieren UND nebenher Zeit für Schulbildung bekommen- OK! Aber nicht, wenn sie ausgebeutet werden und die Familien nie aus diesem Teufelskreis heraus kommen!
      ZDFzoom dokumentiert die Verhältnisse in den Textilfabriken in Bangladesch. Mal sehen, ob du dann immer noch in Frage stellst, dass man ausbeutende Firmen, die nur auf billig gehen, kritisieren sollte!

      1. Mach die Augen auf- die Qualität der Kleidung ist schlecht, es befinden sich krebserregende Stoffe darin, die Primark-Mitarbeiter leiden unter Allergien davon und nur damit du die billigsten der billigen Klamotten tragen kannst, werden die Menschen in Textilfabriken in Bangladesch ausgebeutet!
        ZDF zoom dokumentiert die Zustände dort: https://www.youtube.com/watch?v=ctYfHVQyRjg

  5. Ich finde Primark klasse… Eine Vielfalt an tollen Klamotten für wenig Geld, ein Traum! Natürlich hinterfragen die meisten Leute, werden stutzig und schnell wird “Kinderarbeit” geschrien, nur weil man es den Top-Stores wie H&M und ähnliche nicht zutraut… Aber keiner weiß, was die für Leichen im Keller haben…

  6. @Greg

    achsooo jetzt tuen wir mit läden wie primark noch was gutes, oder wie ???

    willst du mich verarschen, dumme leute wie du kotzen mich an. klar gibt es leider in vielen ländern nur diese möglichkeit nur mit der arbeit der kinder ihr geld zu verdienen, aber warum nur diese möglichkeit ? weil die älteren zu teuer wären und auch einiges mehr in anspruch gewollt hätten, meinst du etwa es gibt keine väter die arbeiten können und lieber sie selber als ihre kinder arbeiten würden, es ist diese drekige politik und jaaaa wir alle tragen dazu bei. wir als endkonsument haben die entscheidung, ob wir da mit machen, oder sagen nein ich selber zahle 20 € mehr und dafür weiss ich, dass die person die mein t-shirt hergestellt hat mit würde verdient hat.

    leute uns geht es nicht nur viel zu gut, nein wir nehmen es auch gerne in kauf andere für uns zu versklaven und das nur damit wir schönes und beliebtes besitzen, hauptsache billig, aber wer dadurch einen schaden trägt, ist uns ja wohl egal. einfach nur egoistisch.

    bitte leute hört nicht auf leute die sowas schön reden wollen und an die, die es sooo schön finden das es doch so billig ist, mein rat an euch, geht doch mal bitte an die nächste fabrik , oder noch besser, schickt euer 10 jähriges kind zur fabrik (irgendeine) hin und sagt ihr möchtet heute den ganzen tag arbeiten und das für 5 euro(den ganzen tag) und dann sehen wir mal wie ihr darüber denkt.

  7. Das ist soo geil und geile sachen in trier kosten 33eURO IM PRIMARK KOSTET ALLES != CENT
    ICH SAGE NURRRR GEILLL GEILLL GEILLL daa kann mann sich harts 4 leben kaufen und giebts da auch schwulen sachen ich würde die für mich kaufenXDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDD HDL pRIMARK LIEBE EUCH ALLE oLLAAAA SENIORITAAAAAAAAAAAA

  8. Primark ist sooo cool ! Wenn man da drinne ist vergisst man alles um sich herum,alle Probleme, alle Menschen die einen Aufregen und wo die Klamotten “angeblich” her kommen. mir ist das egal. Ich liebe PRIMARK!!! Wer sagt das man Freude nicht kaufen kann war noch nie bei PRIMARK 😍

    1. Mach die Augen auf- die Qualität der Kleidung ist schlecht, es befinden sich krebserregende Stoffe darin, die Primark-Mitarbeiter leiden unter Allergien davon und nur damit du die billigsten der billigen Klamotten tragen kannst, werden die Menschen in Textilfabriken in Bangladesch ausgebeutet!
      ZDF zoom dokumentiert die Zustände dort: https://www.youtube.com/watch?v=ctYfHVQyRjg

  9. ich glaube es gibt in den ganzen städten in deutschland , kein klamottenladen der textilien verkauft die NICHT durch kinderhände oder andere unmenschliche vorgehensweise produziert wurden.also müssen wir alle nackt arbeiten gehen un bei EMP shirts bestellenLOL

  10. Denkt Ihr das Primark Mitarbeiter Glücklich sind ?
    Ich sage euch … Nein ! in Bremen zumindest nicht.
    .
    Ich glaube nicht das Herr Krogmann die Probleme in der Bremer Filiale kennt, und auch bei seinen besuchen in der Filiale nicht zu sehen bekommt…. dafür sorgen schon die Manager.
    Die Bremer Filiale könnte mit Fairem Managament und mehr mitarbeitern noch bessere Umsätze erziehlen, doch das liegt in den Händen der Filialleitungskontrolle.

  11. profashional selbst hat das Buch zum Thema vorgestellt. “To die for – is fashion wearing out the world”. Darin wird die gesamte Machenschaft von Primark beschrieben, der gestandenen Journalistin Lucy Siegle nach zu urteîeln, die es geschrieben hat, auch fundiert recherchiert. Mädels, die mit Tüten voll Klamotten aus Primark heraus kamen und befragt wurden, haben zugegeben, manches nicht mal mehr zu waschen, sondern gleich wegzuwerfen, das nächste sei ja so billig. Ist das die Lösung? Lest das Buch.

  12. Wer der Überzeugung ist, dass die Klamotten, die oft wesentlich teurer sind (P&C, Hilfiger, Guess, Adidas, Titus etc.), deswegen auch gleich fairer sind als die von Primark, H&M und co., der hat sich sehr tief geschnitten. Wie leichtgläubig sind die Menschen eigentlich?! Nicht nur in Billigläden werden euch “billige” Kleidungsstücke verkauft! Da kann man nachfragen, was man will – ob Primark oder P&C – am Leid der Menschen, durch deren Hände die Sachen gefertigt werden, aber auch derer, die durch Textilfabriken verseuchtes Wasser trinken müssen, wird KEIN BISSCHEN geschmältert. Dafür ist ein globales Umdenken erforderlich. Die paar Reformhaus-Hippies, die mit Fairtrade-Hosen rumlaufen, nutzen einem da überhaupt nichts. PS: Ich kaufe lieber Mode zu (für mich) fairen Preisen in solchen Läden, als bei Adidas oder sonstwo, die in Bangladesh oder China ohnehin in der Fabrik nebenan produziert wurden.

  13. Warum ? …

    … Weil es nicht eure Kinder sind,die mit 10 Jahren 12 Stunden Arbeit am Tag Verrichten.

    … Weil ihr selbstsüchtig seid und es nur um euer Wohlergehen geht.Nach dem Motto “Solange es mich nicht trift ist alles ok”

    … Weil der Mensch rein instinktiv darüber weg kommt,wenn etwas Grass über die Sache wächst. z.B. es wird über Kinderarbeit im Fernsehen Berichtet, “oh,wie Schlimm Kinderarbeit,die armen Kinder” zu 99% wird diese Person ein Tag später mit seinem Alltag weiter mache und Produkte,die durch Kinderarbeit hergestellt wird ohne darüber weiter nachzudenken einkaufen.

    … Weil es euch gut geht und es euch zu 99% nicht wirklich Interessiert,dass Kinder arbeiten und keine Kindheit haben. Natürlich seit ihr auch gegen Kinderarbeit,wenn man euch öffentlich fragt,aber auch nur,weil die Masse es auch tut,ihr wollte ja nicht aus der Reihe tanzen und euch auffällig machen,denn euch interessiert es nicht wirklich,denn es geht euch und euren Kindern ja gut. Hauptsache ein Schnäppchen machen und Geld sparen.

    Denn Geld ist das wichtigste,denn wenn man genug hat,kann man auch weg gucken.
    Denn,wenn ihr nicht genug Geld habt versucht ihr zu sparen und sparen,und es ist euch in dem Moment egal,ob Kinderarbeit oder nicht,denn ihr wollt Geld sparen,weil ihr womöglich nicht viel davon habt oder vielleicht ein Baby zu Hause und das muss ernährt werden.

    Der Mensch handelt immer zu seinem Vorteil,wenn es um seine eigene Sicherheit geht.
    Dies ist instinktiv und trift in jeglicher Form im Alltag des Menschen ein,Ob es sich im was kleines oder etwas großes handelt.Der Mensch ist sich der nächste.

    1. du hast so recht. ich kann einfach nich glauben wie abgestumpft diese gesellschaft ist.

  14. Vielen Dank für dein Kommentar Wayne. Ich moechte nur daran erinnern, dass der Mensch durchaus die Begabung hat, über seine Instinkte hinweg zu handeln. Wer es nicht tut, gleicht einem Tier, das dies nämlich nicht bzw. kaum kann.
    Seid Menschen! Werdet diesem Status gerecht!

  15. Man sollte vielleicht nicht die Menschen angreifen, die sich täglich den Arsch aufreissen in Deutschland (ja, in Deutschland!) und dennoch so wenig verdienen, dass sie sich nunmal nichts anderes leisten können als das. Unsere Politik hat uns zu dem gemacht, was wir heute sind. Jetzt mal ehrlich. Wenn ich für faire Arbeit fairen Lohn erhalten würde, dann würde ich damit fair wirtschaften ohne dass Menschen in anderen Ländern darunter leiden müssten. Wenn man tief in sich geht, dann gesteht man sich ein, dass man anderen Menschen mit dem Einkauf bei Primark & Co. mehr schadet, als ihnen Gutes zu tun. Viele möchten aber darüber nicht nachdenken, da sie sowieso nicht die finanzielle Möglichkeit haben etwas an der Situation zu ändern. Meiner Meinung nach sollte man nach oben schauen und die Fehler dort suchen, nämlich bei unserer Regierung (an der Stelle Gruß an Merkel, du weisst Bescheid) und nicht die Fehler bei den Kleinen suchen. Peace.

  16. In Deutschland gibt es immer mehr Menschen die schwer rechnen müssen, trotzdem möchten sie zuminestens scheinbar im Wohlstand leben…

    Wer sich kein Parkett leisten kann imitiert Wohlstand mit Laminat!

    Genauso ist es mit Kleidung, man kann auch in billiger Kleidung gut aussehen. Ich habe mir bei Primark für ein paar hundert €uro Business Kleidung gekauft und meine Kollegen haben mich bis heute nicht gefragt was ich den für ein billigen sch…..an habe!

    Die deutsche Mittelschicht hat ein Loch in der Kasse und sie versucht überall zu sparen. 20 Jahre Reallohnverlust sind eine Tatsache!

  17. Gibt hier schon ein paar Witzbolde die nicht über der Gürtellinie argumentieren können und anscheinend vollkommen weltfremd sind. Sonst wüssten sie nämlich, dass es genug Menschen gibt die nicht anders können, als in billigen Läden einzukaufen. Wenn es darum geht den eigenen Kindern etwas zu bieten, dann denkt man eben nicht erst an fremde Kinder aus irgendwelchen Ländern. Wie böse doch solche Menschen sind. Steinigen sollte man sie dafür, dass sie sich den Buckel krumm schuften und es am Monatsende trotzdem gerade so reicht, sodass sie bei Kik und Co einkaufen müssen anstatt in irgendwelche Nobelschuppen zu gehen.

    Einige sollten mal von ihrem hohen Ross runterkommen.

    1. Meiner Meinung nach ist das m it dem Pferdefleisch in der Kleidung nur eine Legende in unseren Kik Fillialen gibt es zum Beispiel nur Rindfleisch-Leber

    2. Mehr Ernsthaftigkeit in das Thema bringen war ernst mit dem Pferdefleisch gemeint liegt mir ziemlich am herzen und habe schon viel davon in den Medien gehört

      1. @Primark ich finde dieses Thema auch sehr anstößig da ich mich schon seit langem frage ob ich noch bei Primark Klamotten kaufen soll geschweigedenn mich von diesen ernähren soll bzw. kann? Was würden sie dazu ssagen Herr Primark?

  18. Ich bin sehr schockiert, wie viele Leute sich offenbar keine Gedanken darüber machen auf welchem Wege solch günstige Preise zustande kommen. Selbst wenn Herr Krogmann gerne mal erwähnt, dass Primark teilweise dieselben Lieferanten wie H&M oder Adidas in Bangladesch beauftragt, ist dies doch noch lange nicht gut!!!
    Auch wenn das jetzt zum 100sten Mal erwähnt wird: Es fallen Hungerlöhne und schlechte Arbeitsbedingungen dabei ab und das sollte von uns nicht unterstützt werden. Die permanente Kritik der Medien und Menschenrechtsorganisationen kommt ja nicht von ungefähr.
    Der anhaltende Primark-Boom verwundert mich zudem, da ich schon von vielen Bekannten erfahren hab, dass die Kleidung teilweise ziemlich schlechte Qualität aufweist und schnell auf dem Müll landet. Da kaufe ich mir doch lieber 1x im Monat ein höherwertigeres Kleidungsstück und habe jahrelang Freude dran. Außerdem machen einen bestimmte Kleidungsstücke ja auch einzigartig. Naja, leider ein Problem der kurzlebigen Konsumgesellschaft.
    Sorry für den langen Text, aber vielleicht denkt der ein oder andere mal drüber nach?!

    1. Sehe ich ganz genauso Annika! Es ist sogar nachgewiesen mittlere Qualität der Primark-Kleidungsstücke, die allergie- und krebserregende Stoffe enthalten. Und die Kleidung ist so billig, dass mittlerweile viele Kunden die Stücke nach einmal tragen weg werfen! Da sollte man sich lieber seltener, aber dafür bessere Kleidung kaufen. Das würde den Kunden keinen Abbruch tun. Und jeder Mensch sollte sich doch fragen, wie diese geringen Preise zustande kommen können?!?!

  19. Der Krogmann hat keine Ahnung wie es den Mitarbeitern wirklich geht…
    In diesem Blog finden sich zwei sehr interessante Artikel, die die Thematik aufgreifen, wie es ihnen geht. Ob es Herr Krogmann interessiert oder nicht – dass die Mitarbeiter offensichtlich die Öffentlichkeit suchen um ihrem Frust Luft zu machen ist kein Aushängeschild für die von Primark versprochenen fairen Arbeitsbedingungen!
    http://news-tresor.blogspot.de/

  20. wenn keine klamotten gekauft werden die in indien produziert werden was werden die kinder dann essen, so haben die zumindest was zuessen oder
    2. es wird auch deutschland überall gespart z.b. an löhne von mitarbeiter

    1. … die sache ist echt schwierig! Die Kinder in Indien müssen sehr hart arbeiten obwohl das verboten ist. Und außerdem bekommen sie sehr wenig Lohn was vieleicht nur für eine Mahlzeit am Tag reicht. Und wenn wir “billig” Sachen kaufen dann unterstützen wir diese Täter. Ich finde es sollte UNBEDINGT etwas dagegen unternommen werden.
      Denn das was die Kinder dort erleben müssen ist echt nicht fair!!!

  21. ich FAHRE heute nach PRIMARKT und ich will einfach nur geile, neue,trendy Klamotten und ich setze mich in meiner freuzeit mit KINDERARBEIT schon genug auseinander..

  22. Die Politk muss endlich handeln und man muss aufhören immer alles auf den Verbraucher zu schieben und an dessen Vernunft zu appelieren , dies hat in der Vergangenheit noch nie funktioniert ! Beispielsweise könnten Eu Behörden die von einem gemeinsamen Fonds der Textilindustrie finanziert würde , unabhängig die Produktionsketten kontrollieren und bei Verstößen auch Strafen verhängen ! Nur so kann ausbeutung verhindert werden !

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