Wie kann Primark so billig sein, Wolfgang Krogmann?

Pri­mark ist der neue Angst­geg­ner des deut­schen Tex­til­ein­zel­han­dels. Prei­se wie Kik, aber modi­scher im Sor­ti­ment und bedeu­tend attrak­ti­ver in der Prä­sen­ta­ti­on zieht der Beklei­dungs­dis­coun­ter aus Irland nicht nur die an, die sich nichts ande­res leis­ten kön­nen, son­dern auch jene Kun­den aus der Markt­mit­te, die sonst eher die Kun­den von C&A und P&C sind. Das macht Pri­mark dem Aldi ähn­li­cher, der Kik ger­ne wäre. Was Pri­mark für den Wett­be­werb so gefähr­lich macht, sind die rie­si­gen Flä­chen. Die deut­schen Läden sind zwi­schen 4800 qm (Dort­mund) und 8800 qm (Han­no­ver) groß. Wo die Iren auf­schla­gen, neh­men sie der Kon­kur­renz gleich spür­bar Markt­an­tei­le ab. Ein Cate­go­ry Kil­ler, im wahrs­ten Sin­ne des Wortes.

Pri­mark hat ech­te “Wow”-Preise: Ein Sie­be­ner-Pack schwar­ze Socken für 1,50 Euro (ein Eröff­nungs­an­ge­bot, glau­be ich). Ugg-Boots (natür­lich kei­ne ori­gi­na­len) für 10 Euro. 1a Ther­mo-Ski­un­ter­wä­sche für 8,90 Euro. “Leder”-Handtaschen kos­ten zwi­schen 5 und 13 Euro. Jeans gibt es ab 11 Euro.

Wie geht das, Wolf­gang Krog­mann? Wir tra­fen den Nord­eu­ro­pa-Chef vor­ges­tern in Saar­brü­cken, wo Pri­mark sein sechs­tes deut­sches Geschäft eröff­ne­te (Tho­mas Fedra foto­gra­fier­te). Ges­tern folg­te mit Ver­spä­tung in Essen das sieb­te. Euro­pa­weit wer­den es Ende des Jah­res 232 Filia­len sein.

“Pri­mark hat zu 90 Pro­zent die­sel­ben Lie­fe­ran­ten wie die Wett­be­wer­ber”, sagt Krog­mann, “wir kau­fen zu den­sel­ben Prei­sen ein.” Natür­lich ver­sucht man sich im Ein­kauf zu kon­zen­trie­ren. So stammt 90 Pro­zent der Ware von nur 250 Lie­fe­ran­ten. Den Unter­schied macht aber vor allem, was danach kommt. Pri­mark ist Dis­count. Man kommt mit sehr nied­ri­gen Kal­ku­la­tio­nen aus. Eine extrem effi­zi­en­te und schlan­ke Orga­ni­sa­ti­on und eine kos­ten­op­ti­mier­te Logis­tik machen’s mög­lich. “Wir las­sen all das weg, wovon unse­re Kun­den nichts haben”, sagt Krog­mann. Unter ande­rem Werbung.

Die Läden sind kei­ne Mar­mor­pa­läs­te, aber sie bie­ten alles, was die Kun­den zum Ein­kau­fen brau­chen: schnel­le Über­sicht, ein kla­res Store-Lay­out, eine ver­ständ­li­che Prä­sen­ta­ti­on nach Waren­grup­pen und Stil­grup­pen. Nur Spie­gel gibt es in dem Laden kaum. In Saar­brü­cken gibt es über das 5890 qm gro­ße Haus ver­teilt 65 Umklei­den und 70 (!) Kas­sen. Selbst wenn 50 Leu­te vor einem in der Schlan­ge ste­hen, dau­ert es sel­ten län­ger als fünf Minu­ten, bis der Kas­sier­vor­gang abge­schlos­sen ist. Kaum glaub­lich ist die Tat­sa­che, dass Pri­mark in Saar­brü­cken sage und schrei­be 570 Mit­ar­bei­ter beschäf­tigt. Selbst auf Voll­zeit umge­rech­net dürf­ten das drei­mal mehr sein, als Sinn­Lef­fers zuvor in dem Haus ein­ge­setzt hat­te. Man zah­le Tarif, sagt Krog­mann, und man rech­ne stun­den­wei­se ab – was extrem fle­xi­bel sei und zugleich für die Mit­ar­bei­ter den Vor­teil habe, dass sie jede Über­stun­de sofort erstat­tet bekämen.

Unfass­bar erscheint, dass Pri­mark bei all dem auch noch präch­tig ver­dient: Im gera­de abge­lau­fe­nen Geschäfts­jahr setz­te das Unter­neh­men gut 3 Mrd. Pfund um. 309 Mill. Pfund blie­ben als Gewinn übrig.

Pri­mark nutzt sei­ne ver­ti­ka­le Orga­ni­sa­ti­on für radi­kal zu Ende gedach­ten Dis­count. Dass das Ein­falls­tor für ein sol­ches Retail-For­mat so weit offen steht, hängt auch mit den exor­bi­tant aus­ufern­den Ver­triebs­kos­ten im Mode­busi­ness zusam­men. Viel stär­ker als in den meis­ten ande­ren Ein­zel­han­dels­bran­chen sind die Kal­ku­la­tio­nen im Tex­til­ein­zel­han­del in den ver­gan­ge­nen Jahr­zehn­ten in die Höhe geklet­tert. Bei Möbeln, bei wei­ßer Ware und womög­lich auch im Lebens­mit­tel­han­del war das umge­kehrt. Der Wett­be­werbs­druck im Mode­han­del ließ einen immer grö­ße­ren Ein­satz am POS und im Mar­ke­ting ange­ra­ten erschei­nen. Gespart wur­de nur bei den Mit­ar­bei­tern. Man­che Filia­lis­ten geben heu­te mehr Geld für Mie­ten als fürs Ver­kaufs­per­so­nal aus. Viel­leicht kon­zen­triert sich Pri­mark ein­fach kon­se­quen­ter als ande­re auf das Wesentliche.

Natür­lich erre­gen die bil­li­gen Prei­se den Ver­dacht, dass Pri­mark Sozi­al- und Umwelt­stan­dards eher lax hand­habt. Das erklärt den Stel­len­wert, den die­ses The­ma in allen Ver­öf­fent­li­chun­gen von Pri­mark ein­nimmt. Und natür­lich spiel­te es auch in unse­rem Gespräch mit Pri­mark-Direk­to­rin Bree­ge O’Do­no­ghue eine Rol­le, das wir für die über­nächs­te TW-Aus­ga­be geführt haben.

Übri­gens mein letz­tes Inter­view für die TextilWirtschaft.

Bit­te lesen Sie dazu auch:

Wolf­gang Krog­mann ist zurück im Spiel

Nicht nur Lucy Sieg­le stirbt für Mode

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49 Antworten zu “Wie kann Primark so billig sein, Wolfgang Krogmann?

  1. Die Politk muss end­lich han­deln und man muss auf­hö­ren immer alles auf den Ver­brau­cher zu schie­ben und an des­sen Ver­nunft zu appe­lie­ren , dies hat in der Ver­gan­gen­heit noch nie funk­tio­niert ! Bei­spiels­wei­se könn­ten Eu Behör­den die von einem gemein­sa­men Fonds der Tex­til­in­dus­trie finan­ziert wür­de , unab­hän­gig die Pro­duk­ti­ons­ket­ten kon­trol­lie­ren und bei Ver­stö­ßen auch Stra­fen ver­hän­gen ! Nur so kann aus­beu­tung ver­hin­dert werden !

  2. ich FAHRE heu­te nach PRIMARKT und ich will ein­fach nur gei­le, neue,trendy Kla­mot­ten und ich set­ze mich in mei­ner freu­zeit mit KINDERARBEIT schon genug auseinander..

  3. wenn kei­ne kla­mot­ten gekauft wer­den die in indi­en pro­du­ziert wer­den was wer­den die kin­der dann essen, so haben die zumin­dest was zues­sen oder
    2. es wird auch deutsch­land über­all gespart z.b. an löh­ne von mitarbeiter

    1. … die sache ist echt schwie­rig! Die Kin­der in Indi­en müs­sen sehr hart arbei­ten obwohl das ver­bo­ten ist. Und außer­dem bekom­men sie sehr wenig Lohn was viel­eicht nur für eine Mahl­zeit am Tag reicht. Und wenn wir “bil­lig” Sachen kau­fen dann unter­stüt­zen wir die­se Täter. Ich fin­de es soll­te UNBEDINGT etwas dage­gen unter­nom­men werden.
      Denn das was die Kin­der dort erle­ben müs­sen ist echt nicht fair!!!

  4. Der Krog­mann hat kei­ne Ahnung wie es den Mit­ar­bei­tern wirk­lich geht…
    In die­sem Blog fin­den sich zwei sehr inter­es­san­te Arti­kel, die die The­ma­tik auf­grei­fen, wie es ihnen geht. Ob es Herr Krog­mann inter­es­siert oder nicht – dass die Mit­ar­bei­ter offen­sicht­lich die Öffent­lich­keit suchen um ihrem Frust Luft zu machen ist kein Aus­hän­ge­schild für die von Pri­mark ver­spro­che­nen fai­ren Arbeitsbedingungen!
    http://news-tresor.blogspot.de/

  5. Ich bin sehr scho­ckiert, wie vie­le Leu­te sich offen­bar kei­ne Gedan­ken dar­über machen auf wel­chem Wege solch güns­ti­ge Prei­se zustan­de kom­men. Selbst wenn Herr Krog­mann ger­ne mal erwähnt, dass Pri­mark teil­wei­se die­sel­ben Lie­fe­ran­ten wie H&M oder Adi­das in Ban­gla­desch beauf­tragt, ist dies doch noch lan­ge nicht gut!!!
    Auch wenn das jetzt zum 100sten Mal erwähnt wird: Es fal­len Hun­ger­löh­ne und schlech­te Arbeits­be­din­gun­gen dabei ab und das soll­te von uns nicht unter­stützt wer­den. Die per­ma­nen­te Kri­tik der Medi­en und Men­schen­rechts­or­ga­ni­sa­tio­nen kommt ja nicht von ungefähr.
    Der anhal­ten­de Pri­mark-Boom ver­wun­dert mich zudem, da ich schon von vie­len Bekann­ten erfah­ren hab, dass die Klei­dung teil­wei­se ziem­lich schlech­te Qua­li­tät auf­weist und schnell auf dem Müll lan­det. Da kau­fe ich mir doch lie­ber 1x im Monat ein höher­wer­ti­ge­res Klei­dungs­stück und habe jah­re­lang Freu­de dran. Außer­dem machen einen bestimm­te Klei­dungs­stü­cke ja auch ein­zig­ar­tig. Naja, lei­der ein Pro­blem der kurz­le­bi­gen Konsumgesellschaft.
    Sor­ry für den lan­gen Text, aber viel­leicht denkt der ein oder ande­re mal drü­ber nach?!

    1. Sehe ich ganz genau­so Anni­ka! Es ist sogar nach­ge­wie­sen mitt­le­re Qua­li­tät der Pri­mark-Klei­dungs­stü­cke, die all­er­gie- und krebs­er­re­gen­de Stof­fe ent­hal­ten. Und die Klei­dung ist so bil­lig, dass mitt­ler­wei­le vie­le Kun­den die Stü­cke nach ein­mal tra­gen weg wer­fen! Da soll­te man sich lie­ber sel­te­ner, aber dafür bes­se­re Klei­dung kau­fen. Das wür­de den Kun­den kei­nen Abbruch tun. Und jeder Mensch soll­te sich doch fra­gen, wie die­se gerin­gen Prei­se zustan­de kom­men können?!?!

    1. Mehr Ernst­haf­tig­keit in das The­ma brin­gen war ernst mit dem Pfer­de­fleisch gemeint liegt mir ziem­lich am her­zen und habe schon viel davon in den Medi­en gehört

      1. @Primark ich fin­de die­ses The­ma auch sehr anstö­ßig da ich mich schon seit lan­gem fra­ge ob ich noch bei Pri­mark Kla­mot­ten kau­fen soll geschwei­ge­denn mich von die­sen ernäh­ren soll bzw. kann? Was wür­den sie dazu ssa­gen Herr Primark?

  6. Gibt hier schon ein paar Witz­bol­de die nicht über der Gür­tel­li­nie argu­men­tie­ren kön­nen und anschei­nend voll­kom­men welt­fremd sind. Sonst wüss­ten sie näm­lich, dass es genug Men­schen gibt die nicht anders kön­nen, als in bil­li­gen Läden ein­zu­kau­fen. Wenn es dar­um geht den eige­nen Kin­dern etwas zu bie­ten, dann denkt man eben nicht erst an frem­de Kin­der aus irgend­wel­chen Län­dern. Wie böse doch sol­che Men­schen sind. Stei­ni­gen soll­te man sie dafür, dass sie sich den Buckel krumm schuf­ten und es am Monats­en­de trotz­dem gera­de so reicht, sodass sie bei Kik und Co ein­kau­fen müs­sen anstatt in irgend­wel­che Nobel­schup­pen zu gehen. 

    Eini­ge soll­ten mal von ihrem hohen Ross runterkommen.

  7. In Deutsch­land gibt es immer mehr Men­schen die schwer rech­nen müs­sen, trotz­dem möch­ten sie zumi­nes­tens schein­bar im Wohl­stand leben…

    Wer sich kein Par­kett leis­ten kann imi­tiert Wohl­stand mit Laminat!

    Genau­so ist es mit Klei­dung, man kann auch in bil­li­ger Klei­dung gut aus­se­hen. Ich habe mir bei Pri­mark für ein paar hun­dert €uro Busi­ness Klei­dung gekauft und mei­ne Kol­le­gen haben mich bis heu­te nicht gefragt was ich den für ein bil­li­gen sch.….an habe!

    Die deut­sche Mit­tel­schicht hat ein Loch in der Kas­se und sie ver­sucht über­all zu spa­ren. 20 Jah­re Real­lohn­ver­lust sind eine Tatsache!

  8. Man soll­te viel­leicht nicht die Men­schen angrei­fen, die sich täg­lich den Arsch auf­reis­sen in Deutsch­land (ja, in Deutsch­land!) und den­noch so wenig ver­die­nen, dass sie sich nun­mal nichts ande­res leis­ten kön­nen als das. Unse­re Poli­tik hat uns zu dem gemacht, was wir heu­te sind. Jetzt mal ehr­lich. Wenn ich für fai­re Arbeit fai­ren Lohn erhal­ten wür­de, dann wür­de ich damit fair wirt­schaf­ten ohne dass Men­schen in ande­ren Län­dern dar­un­ter lei­den müss­ten. Wenn man tief in sich geht, dann gesteht man sich ein, dass man ande­ren Men­schen mit dem Ein­kauf bei Pri­mark & Co. mehr scha­det, als ihnen Gutes zu tun. Vie­le möch­ten aber dar­über nicht nach­den­ken, da sie sowie­so nicht die finan­zi­el­le Mög­lich­keit haben etwas an der Situa­ti­on zu ändern. Mei­ner Mei­nung nach soll­te man nach oben schau­en und die Feh­ler dort suchen, näm­lich bei unse­rer Regie­rung (an der Stel­le Gruß an Mer­kel, du weisst Bescheid) und nicht die Feh­ler bei den Klei­nen suchen. Peace.

  9. Vie­len Dank für dein Kom­men­tar Way­ne. Ich moech­te nur dar­an erin­nern, dass der Mensch durch­aus die Bega­bung hat, über sei­ne Instink­te hin­weg zu han­deln. Wer es nicht tut, gleicht einem Tier, das dies näm­lich nicht bzw. kaum kann.
    Seid Men­schen! Wer­det die­sem Sta­tus gerecht!

  10. War­um ? …

    … Weil es nicht eure Kin­der sind,die mit 10 Jah­ren 12 Stun­den Arbeit am Tag Verrichten.

    … Weil ihr selbst­süch­tig seid und es nur um euer Wohl­erge­hen geht.Nach dem Mot­to “Solan­ge es mich nicht trift ist alles ok” 

    … Weil der Mensch rein instink­tiv dar­über weg kommt,wenn etwas Grass über die Sache wächst. z.B. es wird über Kin­der­ar­beit im Fern­se­hen Berich­tet, “oh,wie Schlimm Kinderarbeit,die armen Kin­der” zu 99% wird die­se Per­son ein Tag spä­ter mit sei­nem All­tag wei­ter mache und Produkte,die durch Kin­der­ar­beit her­ge­stellt wird ohne dar­über wei­ter nach­zu­den­ken einkaufen.

    … Weil es euch gut geht und es euch zu 99% nicht wirk­lich Interessiert,dass Kin­der arbei­ten und kei­ne Kind­heit haben. Natür­lich seit ihr auch gegen Kinderarbeit,wenn man euch öffent­lich fragt,aber auch nur,weil die Mas­se es auch tut,ihr woll­te ja nicht aus der Rei­he tan­zen und euch auf­fäl­lig machen,denn euch inter­es­siert es nicht wirklich,denn es geht euch und euren Kin­dern ja gut. Haupt­sa­che ein Schnäpp­chen machen und Geld sparen. 

    Denn Geld ist das wichtigste,denn wenn man genug hat,kann man auch weg gucken.
    Denn,wenn ihr nicht genug Geld habt ver­sucht ihr zu spa­ren und sparen,und es ist euch in dem Moment egal,ob Kin­der­ar­beit oder nicht,denn ihr wollt Geld sparen,weil ihr womög­lich nicht viel davon habt oder viel­leicht ein Baby zu Hau­se und das muss ernährt werden.

    Der Mensch han­delt immer zu sei­nem Vorteil,wenn es um sei­ne eige­ne Sicher­heit geht.
    Dies ist instink­tiv und trift in jeg­li­cher Form im All­tag des Men­schen ein,Ob es sich im was klei­nes oder etwas gro­ßes handelt.Der Mensch ist sich der nächste.

  11. Wer der Über­zeu­gung ist, dass die Kla­mot­ten, die oft wesent­lich teu­rer sind (P&C, Hil­fi­ger, Guess, Adi­das, Titus etc.), des­we­gen auch gleich fai­rer sind als die von Pri­mark, H&M und co., der hat sich sehr tief geschnit­ten. Wie leicht­gläu­big sind die Men­schen eigent­lich?! Nicht nur in Bil­lig­lä­den wer­den euch “bil­li­ge” Klei­dungs­stü­cke ver­kauft! Da kann man nach­fra­gen, was man will – ob Pri­mark oder P&C – am Leid der Men­schen, durch deren Hän­de die Sachen gefer­tigt wer­den, aber auch derer, die durch Tex­til­fa­bri­ken ver­seuch­tes Was­ser trin­ken müs­sen, wird KEIN BISSCHEN geschmäl­tert. Dafür ist ein glo­ba­les Umden­ken erfor­der­lich. Die paar Reform­haus-Hip­pies, die mit Fairtra­de-Hosen rum­lau­fen, nut­zen einem da über­haupt nichts. PS: Ich kau­fe lie­ber Mode zu (für mich) fai­ren Prei­sen in sol­chen Läden, als bei Adi­das oder sonst­wo, die in Ban­gla­desh oder Chi­na ohne­hin in der Fabrik neben­an pro­du­ziert wurden.

  12. pro­fa­shio­nal selbst hat das Buch zum The­ma vor­ge­stellt. “To die for – is fashion wea­ring out the world”. Dar­in wird die gesam­te Machen­schaft von Pri­mark beschrie­ben, der gestan­de­nen Jour­na­lis­tin Lucy Sieg­le nach zu urteîeln, die es geschrie­ben hat, auch fun­diert recher­chiert. Mädels, die mit Tüten voll Kla­mot­ten aus Pri­mark her­aus kamen und befragt wur­den, haben zuge­ge­ben, man­ches nicht mal mehr zu waschen, son­dern gleich weg­zu­wer­fen, das nächs­te sei ja so bil­lig. Ist das die Lösung? Lest das Buch.

  13. Denkt Ihr das Pri­mark Mit­ar­bei­ter Glück­lich sind ?
    Ich sage euch … Nein ! in Bre­men zumin­dest nicht.
    .
    Ich glau­be nicht das Herr Krog­mann die Pro­ble­me in der Bre­mer Filia­le kennt, und auch bei sei­nen besu­chen in der Filia­le nicht zu sehen bekommt.… dafür sor­gen schon die Manager.
    Die Bre­mer Filia­le könn­te mit Fai­rem Mana­ga­ment und mehr mit­ar­bei­tern noch bes­se­re Umsät­ze erzieh­len, doch das liegt in den Hän­den der Filialleitungskontrolle.

  14. ich glau­be es gibt in den gan­zen städ­ten in deutsch­land , kein kla­mot­ten­la­den der tex­ti­li­en ver­kauft die NICHT durch kin­der­hän­de oder ande­re unmensch­li­che vor­ge­hens­wei­se pro­du­ziert wurden.also müs­sen wir alle nackt arbei­ten gehen un bei EMP shirts bestellenLOL

  15. Pri­mark ist sooo cool ! Wenn man da drin­ne ist ver­gisst man alles um sich herum,alle Pro­ble­me, alle Men­schen die einen Auf­re­gen und wo die Kla­mot­ten “angeb­lich” her kom­men. mir ist das egal. Ich lie­be PRIMARK!!! Wer sagt das man Freu­de nicht kau­fen kann war noch nie bei PRIMARK 😍

    1. Mach die Augen auf- die Qua­li­tät der Klei­dung ist schlecht, es befin­den sich krebs­er­re­gen­de Stof­fe dar­in, die Pri­mark-Mit­ar­bei­ter lei­den unter All­er­gien davon und nur damit du die bil­ligs­ten der bil­li­gen Kla­mot­ten tra­gen kannst, wer­den die Men­schen in Tex­til­fa­bri­ken in Ban­gla­desch ausgebeutet!
      ZDF zoom doku­men­tiert die Zustän­de dort: https://www.youtube.com/watch?v=ctYfHVQyRjg

  16. Das ist soo geil und gei­le sachen in trier kos­ten 33eURO IM PRIMARK KOSTET ALLES != CENT
    ICH SAGE NURRRR GEILLL GEILLL GEILLL daa kann mann sich harts 4 leben kau­fen und giebts da auch schwu­len sachen ich wür­de die für mich kau­fenXDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDD HDL pRI­MARK LIEBE EUCH ALLE oLLAAAA SENIORITAAAAAAAAAAAA

  17. @Greg

    ach­so­oo jetzt tuen wir mit läden wie pri­mark noch was gutes, oder wie ???

    willst du mich ver­ar­schen, dum­me leu­te wie du kot­zen mich an. klar gibt es lei­der in vie­len län­dern nur die­se mög­lich­keit nur mit der arbeit der kin­der ihr geld zu ver­die­nen, aber war­um nur die­se mög­lich­keit ? weil die älte­ren zu teu­er wären und auch eini­ges mehr in anspruch gewollt hät­ten, meinst du etwa es gibt kei­ne väter die arbei­ten kön­nen und lie­ber sie sel­ber als ihre kin­der arbei­ten wür­den, es ist die­se dre­ki­ge poli­tik und jaaaa wir alle tra­gen dazu bei. wir als end­kon­su­ment haben die ent­schei­dung, ob wir da mit machen, oder sagen nein ich sel­ber zah­le 20 € mehr und dafür weiss ich, dass die per­son die mein t‑shirt her­ge­stellt hat mit wür­de ver­dient hat.

    leu­te uns geht es nicht nur viel zu gut, nein wir neh­men es auch ger­ne in kauf ande­re für uns zu ver­skla­ven und das nur damit wir schö­nes und belieb­tes besit­zen, haupt­sa­che bil­lig, aber wer dadurch einen scha­den trägt, ist uns ja wohl egal. ein­fach nur egoistisch.

    bit­te leu­te hört nicht auf leu­te die sowas schön reden wol­len und an die, die es sooo schön fin­den das es doch so bil­lig ist, mein rat an euch, geht doch mal bit­te an die nächs­te fabrik , oder noch bes­ser, schickt euer 10 jäh­ri­ges kind zur fabrik (irgend­ei­ne) hin und sagt ihr möch­tet heu­te den gan­zen tag arbei­ten und das für 5 euro(den gan­zen tag) und dann sehen wir mal wie ihr dar­über denkt.

  18. Ich fin­de Pri­mark klas­se… Eine Viel­falt an tol­len Kla­mot­ten für wenig Geld, ein Traum! Natür­lich hin­ter­fra­gen die meis­ten Leu­te, wer­den stut­zig und schnell wird “Kin­der­ar­beit” geschrien, nur weil man es den Top-Stores wie H&M und ähn­li­che nicht zutraut… Aber kei­ner weiß, was die für Lei­chen im Kel­ler haben…

  19. Wir mues­sen mal end­lich damit auf­hoe­ren jeden Bil­lig-Dis­coun­ter zu kri­ti­sie­ren, weil Kin­der­ar­beit dahin­ter steckt. Bit­te auch mal ein bischen ueber den Tel­ler­rand hin­aus­schau­en. Ihr soll­tet mal ein bischen bes­ser recher­chie­ren und vor allen Din­gen nicht immer die eth­no­zen­tri­sche Bril­le tra­gen. Fuer uns ist Kin­der­ar­beit selbst­ver­sta­end­lich abstos­send, aber hat jemand von Euch mal dar­an gedacht, dass Fami­li­en oft­mals genau die­se Arbeit als ein­zigs­te Ein­nah­me­quel­le haben und sich damit ein Mini­mum an EXis­tenz sichern ?

    1. @ Greg: Dann soll­test du mal an dei­ner Per­spek­ti­ve arbei­ten. Wenn die­se Kin­der arbei­ten, um Ein­kom­men für ihre Fami­lie gene­rie­ren UND neben­her Zeit für Schul­bil­dung bekom­men- OK! Aber nicht, wenn sie aus­ge­beu­tet wer­den und die Fami­li­en nie aus die­sem Teu­fels­kreis her­aus kommen!
      ZDFzoom doku­men­tiert die Ver­hält­nis­se in den Tex­til­fa­bri­ken in Ban­gla­desch. Mal sehen, ob du dann immer noch in Fra­ge stellst, dass man aus­beu­ten­de Fir­men, die nur auf bil­lig gehen, kri­ti­sie­ren sollte!

      1. Mach die Augen auf- die Qua­li­tät der Klei­dung ist schlecht, es befin­den sich krebs­er­re­gen­de Stof­fe dar­in, die Pri­mark-Mit­ar­bei­ter lei­den unter All­er­gien davon und nur damit du die bil­ligs­ten der bil­li­gen Kla­mot­ten tra­gen kannst, wer­den die Men­schen in Tex­til­fa­bri­ken in Ban­gla­desch ausgebeutet!
        ZDF zoom doku­men­tiert die Zustän­de dort: https://www.youtube.com/watch?v=ctYfHVQyRjg

    2. Hal­lo Greg, das ist ein nahe­lie­gen­der und guter Gedan­ke den du da hast. Aller­dings darfst du an die­ser Stel­le nicht auf­hö­ren wei­ter zu den­ken. Die Kin­der wel­che Arbei­ten müs­sen – war­um müs­sen Sie das? Du sagst es selbst, weil die Eltern sie nicht ernäh­ren kön­nen und Sie das Geld brau­chen. – War­um kön­ne die Eltern sie nicht ernäh­ren soll­te jetzt die nächs­te Fra­ge sein! Weil Sie aus­ge­beu­tet wer­den: für einen Hun­ger­lohn arbei­ten und das nicht in einer 38 std Woche wie bei uns, son­dern locker mal in einer 70 std Woche. JA genau, WOW denkt man da, so vie­le Std hat eine woche ja gar­nicht. ‑Doch hat sie. Und bei sol­chen Arbeits­zei­ten reicht das Geld nicht um die Kin­der zu ernäh­ren WTF. 

      Dein Gedan­ke war gut, jedoch nicht ganz bis zum Ende gedacht, ich hof­fe das konn­te ich hier­mit deut­lich machen.
      LG

  20. Ich lie­be Pri­mark, selbst wenn es Kin­der­ar­beit ist, Adi­das und H&M sind da auch kei­ne bes­se­ren Vor­bil­der, es kann sich halt nicht jeder teu­re und dazu auch echt schö­ne Kla­mot­ten leis­ten, des­we­gen fin­de ich, dass Pri­mark geil ist 🙂

    1. wow. echt krass wie man­che hier argu­men­tie­ren. wenn alle von der bücke sprin­gen wür­dest du es doch auch nich machen, oder etwa doch? ver­setz dich mal in die lage eines kin­des, dass für dich in unmög­li­chen bedin­gun­gen arbei­ten muss und noch nich mal annä­hernd in der lage is, sich zb so einen bil­li­gen pul­li zu kau­fen? is das fair? durch zufall wur­de die­ses kind dort gebo­ren und muss nur weil unse­re west­li­che gesell­schaft so ober­fläch­lich und hab­gie­rig ist, lei­den? wit­zig, dass leu­te sich erst durch “schö­ne” klei­dung pro­fi­lie­ren müs­sen, statt durch ihre per­sön­lich­keit. ist das nicht krank? nein. man wird ja so erzo­gen, dass das eben ganz nor­mal ist.

      1. ja ich bin auch der Mei­nung wir Men­schen sind blind und wis­sen nicht wie die armen Kin­der dort lei­den müs­sen damit die Men­schen in Euro­pa glück­lich & zufrie­den leben können !

      2. Ver­setz Du dich mal in die Lage eines Kin­des in einem Land, in dem es so gut wie KEINE Arbeit und dafür einen hohen Pro­zent­satz an Armut gibt. Ich will Kin­der­ar­beit nicht recht­fer­ti­gen, Kin­der­ar­beit ist abar­tig und ich fin­de das hab­gie­ri­ge und aus­beu­ten­de Ver­hal­ten unse­rer west­li­chen Gesell­schaft ver­ach­tens­wert, aber wenigs­tens kön­nen die Kin­der so ihre Fami­lie ernäh­ren, wenn es schon die Eltern nicht können…

        Man muss immer bei­de Sei­ten einer Medail­le sehen.

      3. Ja aber wenn wir die sachen gar­nicht kau­fen wird das Kind ster­ben ‚weil es nicht mal das wenig geld bekommt das es jetzt ver­dient!!! Also wollt ihr alle dss die Kin­der die die­se Sachen her­stel­len ster­ben sol­len. Wirk­lich toll!!!

    2. Wenn Kla­mot­ten weni­ger kos­ten als eine Tas­se Kaf­fee, soll­te jeder Mensch, der gescheit im Kopf ist, stut­zig wer­den! Auf der ande­ren Sei­te der Ket­te wer­den Men­schen dafür aus­ge­beu­tet, Kin­der hin oder her, die Über­stun­den machen und 6 Tage die Woche für einen Monats­lohn von 30–60 Euro arbei­ten!!! Und wenn du dir kei­ne teu­ren Kla­mot­ten leis­ten kannst, dann kauf 3 Tei­le weni­ger bei Pri­mark und nimm das gespar­te Geld für einen Ein­kauf woanders!

  21. Qua­li­tät der Ware ist mangelhaft…
    Bei den gros­sen Mar­gen ist eines klar … tau­sen­de Inder ob Kin­der oder nicht wer­den hier ausgebeutet

  22. Auch wenn nur die Hälf­te von dem dem stim­men wür­de, was Lucy Sieg­le schreibt in “To die for” – jedem ver­nünf­tig den­ken­den Men­schen MUSS klar sein, dass bei sol­chen Prei­sen irgend­wer in der Sup­ply Chain ver­dammt viel für ver­dammt wenig Geld arbei­ten muss. Ich wün­sche nie­man­dem einen geschäft­li­chen Miss­erfolg. Aber ich wün­sche mir, dass die Kun­den mit mehr Ver­stand und Kri­tik in die Läden kom­men und hin­ter­fra­gen, was da in den Läden hängt.

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