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"KI ist nicht das Metaverse. Das passiert wirklich!"

Der World Retail Congress macht gerade Station in Berlin. Die CEOs der globalen Einzelhandelsszene beschäftigt zurzeit nur ein Thema (neben der wegen des Irankriegs drohenden Rezession): Wie verändert KI das Geschäft? Eindrücke vom ersten Tag.

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Vor einem Jahr hat Deloit­tes Chef­volks­wirt Ira Kalish noch über Trumps Zöl­le gespro­chen. "Heu­te wer­de ich aus­schließ­lich über den Irankrieg spre­chen. Und über KI."

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WRC-Chair­man Ian McGar­rig­le: "Schwar­zer Schwan-Momen­te sind das neue Nor­mal gewor­den."

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"Wie trai­nie­ren wir die Kauf­leu­te der Zukunft, wenn die Ein­stei­ger­po­si­tio­nen von AI ersetzt wer­den", fragt sich DFI Group-CEO Scott Pri­ce.

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"KI ist nicht das Meta­ver­se", sagt John Lewis-CEO Peter Ruis. "Das pas­siert wirk­lich!"

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"Ich hät­te vor kur­zem nicht gedacht, dass wir mal eine Tech Com­pa­ny wer­den", so Fress­napf-Grün­der Tors­ten Toel­ler. Die neu­es­te Idee sei, Bera­tung zu Tier­ge­sund­heit und Lon­ge­vi­ty für Haus­tie­re mit­hil­fe von KI anzu­bie­ten. "Wir kön­nen unse­ren Umsatz bis 2030 ver­dop­peln." Zuletzt waren das immer­hin 3,6 Mil­li­ar­den Euro. "Lang­fris­tig wol­len wir ein Öko­sys­tem eta­blie­ren für alles rund ums Haus­tier."

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Der Unter­neh­mer in David Schnei­der erlebt die KI-Revo­lu­ti­on als auf­re­gen­de Zeit, wie damals, als Zalan­do noch ein Start-up war. Gleich­zei­tig sei das Umfeld her­aus­for­dernd wie lan­ge nicht. Zalan­do set­ze heu­te bereits KI ein, wo es gehe und Vor­tei­le brin­ge. "90 Pro­zent unse­res Mar­ke­ting-Con­tents ist mitt­ler­wei­le KI-gene­riert. Vor einem Jahr war es noch Null."

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"Vola­ti­li­tät bestraft Kom­ple­xi­tät", so Pep­co-CEO Ste­phan Bor­chert. "Es geht dar­um, die Orga­ni­sa­tio­nen zu ver­ein­fa­chen."

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Digi­tal­mi­nis­ter Kars­ten Wild­ber­ger fühl­te sich im Kreis der Ex-Kol­le­gen sicht­lich wohl: Der Ein­zel­han­del sei kein Sek­tor, der dar­auf war­te, von der Regie­rung geret­tet zu wer­den. Der Ein­zel­han­del sei aber Infra­struk­tur, der von der Poli­tik geschützt wer­den müs­se. "Unser Ziel ist es, Ihnen den Weg frei­zu­ma­chen. Sie müs­sen ihn dann aber selbst gehen."

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Der neue 3‑Eu­ro-Zoll wer­de Shein und Temu nicht stop­pen", pro­gnos­ti­ziert Xavier Xu, des­sen Deli Group einer der gro­ßen Anbie­ter auf den chi­ne­si­schen Platt­for­men ist. "Die Prei­se sind immer noch sehr viel nied­ri­ger als der Wett­be­werb."

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Jor­dan Ber­ke (Tomor­row): "70 bis 80 Pro­zent der Ver­käu­fe auf Shein in Euro­pa sind bereits loka­le Anbie­ter."

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Jau­me Miquel Nau­di (Ten­dam): "Es geht nicht um Fast Fashion. Die Kon­su­men­ten wol­len nicht Schnell. Sie wol­len Bes­ser. Und Bil­li­ger."

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Man wol­le bei Mit­ar­bei­tern kei­ne fal­schen Erwar­tun­gen über die Kund­schaft wecken, sagt Tak­ko-CEO Mar­ti­no Pes­si­na. Der Preis sei für die­se super­wich­tig. "Wir spre­chen intern nicht von Value Retail­er, son­dern wir wol­len ein Qua­li­ty Dis­coun­ter sein."

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Japan ist für Cla­re Waight Kel­ler der Nord­stern für ele­gan­tes, ein­fa­ches, prä­zi­ses Design, so Uni­q­los Crea­ti­ve Direc­tor. Anders als bei den Luxus­mar­ken, für die die Krea­ti­ve bis­her gear­bei­tet hat, wer­de bei Uni­q­lo jedes Teil für alle Grö­ßen ent­wi­ckelt und gefit­tet. "Weil jeder dar­in gut aus­se­hen soll."

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Nadi­ne Graf (Estee Lau­der): "Wir mana­gen heu­te nicht mehr Chan­nels, son­dern es geht dar­um, Expe­ri­en­ces zu mana­gen."

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Parag Parekh möch­te mit Ikea statt Pro­duk­te Pro­blem­lö­sun­gen anbie­ten: "Es geht heu­te nicht mehr dar­um, ein Bett zu ver­kau­fen, son­dern guten Schlaf."

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"Shop­ping soll bei uns nicht trans­ak­tio­nal sein, son­dern eine Erfah­rung", so Ner­meen Nos­seir, die die Ver­mie­tung des Mega-Pro­jekts Diri­yah in Sau­di Ara­bi­en ver­ant­wor­tet.

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"In fünf Jah­ren sind wir kein Depart­ment Store mehr", sagt Sel­fri­d­ges-CEO And­re Mae­der, "son­dern eine Retail Media-Com­pa­ny und eine Platt­form. Wir sind ein biss­chen wie Dis­ney­land." Sel­fri­d­ges habe kürz­lich sei­nen Mem­ber-Club gegrün­det. Dort wird nicht nur Mit­glied, wer viel kauft, son­dern auch, wer viel Zeit im Laden ver­brin­ge, selbst wenn er nichts kauft.

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Alexis Mou­rot fährt mit Chris­ti­an Lou­bou­tin eine kon­se­quen­te Stra­te­gie. Dazu gehö­re auch, zu vie­len Gele­gen­hei­ten Nein sagen zu kön­nen, so der CEO der Luxus-Schuh­mar­ke. "Die ein­zi­ge Per­son, zu der ich nicht Nein sage, ist Chris­ti­an. Zu ihm sage ich immer 'Ja, aber…'"