Ist jetzt die Zeit für Zynismen, Li Edelkoort?

Wir sollten für das Virus sehr dankbar sein, denn es könnte der Grund dafür sein, dass wir als Spezies überleben. (…) In der Konsumquarantäne werden wir lernen, wie wir mit einem einfachen Kleid glücklich sein können, alte Lieblingsstücke wiederentdecken, ein vergessenes Buch lesen. (…) Wir werden eine leere Seite für einen Neuanfang haben, weil viele Unternehmen und Geld im Prozess der Verlangsamung ausgelöscht werden. (…) Ich hoffe auf ein anderes und besseres System, das mit mehr Respekt vor menschlicher Arbeit und menschlichen Bedingungen eingeführt wird.

Die Trend­for­sche­rin in einem umstrit­te­nen Inter­view mit Mar­cus Fairs ver­gan­ge­ne Woche für Deze­en.

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4 Antworten zu “Ist jetzt die Zeit für Zynismen, Li Edelkoort?

  1. Das hat nichts mit Zynis­mus zu tun, es wird Zeit, dass sich die Mode­in­dus­trie wie­der an den Men­schen ori­en­tiert, nicht nur am schnel­len Konsum.
    Auch an den Men­schen, die die Mode pro­du­zie­ren und dass Beklei­dung nicht nur ein Schnell-Weg­werf-Pro­dukt ist.

  2. Das ist Kul­tur­zy­nis­mus einer sat­ten alten Frau, deren Hori­zont nur bis zum eige­nen Bauch­na­bel reicht.
    Mit­ge­fühl für Kran­ke und Ster­ben­de ? Mit­ge­fühl oder Lösungs­an­sät­ze für wirt­schaft­lich Betrof­fe­ne, und zwar nicht nur in rei­chen Indus­trie­na­tio­nen son­dern in unse­ren glo­ba­len Lieferländern?
    Cha­rak­ter­lich über­for­dert, gnä­di­ge Frau? Lies wei­ter dein Buch.
    Ich bin schockiert.

  3. Die­se Frau hat voll­kom­men den Blick für unse­re kom­ple­xen Rea­li­tä­ten verloren.
    Sie hat jah­re­lang bera­tend nicht nur die Mode , son­dern die ver­schie­dens­ten Indus­trie- Bran­chen in ihren Wachs­tums- Stra­te­gien “visio­när” unter­stützt, damit sicher sehr viel Geld ver­die­nen kön­nen und ein Sys­tem mit auf­ge­baut, bzw. geför­dert, wel­ches sie jetzt zynisch und men­schen­ver­ach­tend in Fra­ge stellt.
    Man kann nur sprach­los sein über soviel Hoch­mut, Ein­fäl­tig­keit und Selbst- Reflexion.
    So kann nur jemand reden, der es sich in die­ser Kri­se per­sön­lich ein wenig gemüt­lich machen kann und die Muße hat, ein “ver­ges­se­nes Buch” zu lesen.

  4. Ist das nicht die eher die gewohn­te Igno­ranz von Frau E. und viel­leicht sogar der Mode­bran­che? Ob nun Zwangs­ar­beit in Asi­en, his­to­ri­sche black outs, ras­sis­ti­sche Wer­bung, gedan­ken­lo­se Kom­men­ta­re von Desi­gnern, das alles bil­det einen fata­len gedank­li­chen Hin­ter­grund der nur sel­ten so deut­lich zuta­ge tritt wie bei Frau E. Es dis­kre­di­tiert die Bran­che, die Aus­bil­der das gesam­te Sys­tem Mode inter­na­tio­nal. Wäh­rend ande­re Indus­trien und deren Vor­den­ker schon längst mit guten Ein­sich­ten eine Kor­rek­tur ein­ge­lei­tet haben, bekommt die Mode­sze­ne die Kur­ve nicht. Scha­de drum. It will backfire.

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