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Wenn KI übernimmt

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Jür­gen Mül­ler

Der Dau­nen­man­tel-Papst und Har­ry Pot­ter in Balen­cia­ga haben glei­cher­ma­ßen Fas­zi­na­ti­on wie Befürch­tun­gen her­vor­ge­ru­fen. Wahr­schein­lich mehr noch als der Sprach­bot ChatGPT haben die KI-gene­rier­ten Moti­ve den visu­ell emp­fäng­li­chen Mode­leu­ten ver­deut­licht, was für eine Revo­lu­ti­on da auf uns zurollt. Die Büch­se der KI-Pan­do­ra scheint geöff­net. Die Risi­ken für das Mode­busi­ness sind unüber­seh­bar:

Künst­li­che Intel­li­genz (KI) kann ver­wen­det wer­den, um Designs von Mar­ken und Desi­gnern zu ana­ly­sie­ren und zu kopie­ren und damit Design­pi­ra­te­rie unter­stüt­zen. Es gibt bereits eini­ge KI-basier­te Tools, die Bil­der von Klei­dungs­stü­cken ana­ly­sie­ren und dann ähn­li­che Designs erstel­len kön­nen. Dies kann zu einer Ver­let­zung von Mar­ken­rech­ten füh­ren und das geis­ti­ge Eigen­tum von Desi­gnern und Mar­ken gefähr­den.

KI-basier­te Auto­ma­ti­sie­rungs­tech­no­lo­gien kön­nen Arbeits­plät­ze in der Mode­bran­che erset­zen. Zum Bei­spiel kön­nen Robo­ter oder auto­ma­ti­sier­te Maschi­nen ein­ge­setzt wer­den, um Klei­dungs­stü­cke her­zu­stel­len oder zu nähen. Dies kann dazu füh­ren, dass vie­le Arbeits­plät­ze in der Mode­indus­trie ver­lo­ren gehen.

KI för­dert Ste­reo­ty­pen und kann zu Dis­kri­mi­nie­rung füh­ren. KI-Sys­te­me kön­nen vor­ein­ge­nom­men sein, wenn sie Ent­schei­dun­gen in der Mode­indus­trie tref­fen, z.B. bei der Ein­stel­lung von Models oder der Erstel­lung von Mar­ke­ting­kam­pa­gnen. Wenn KI-Sys­te­me auf Daten trai­niert wer­den, die bereits Vor­ur­tei­le und Ste­reo­ty­pen ent­hal­ten, kön­nen die­se Vor­ur­tei­le ver­stärkt wer­den und zu Dis­kri­mi­nie­rung füh­ren.

KI kann die Mode­indus­trie auch dar­an hin­dern, nach­hal­ti­ger zu wer­den. Zum Bei­spiel kön­nen Algo­rith­men ver­wen­det wer­den, um schnel­le­re Pro­duk­ti­ons­pro­zes­se zu ermög­li­chen, was zu einer höhe­ren Pro­duk­ti­on und Ver­schwen­dung von Klei­dungs­stü­cken füh­ren kann. KI kann auch dazu bei­tra­gen, den Trend zur schnel­len Mode zu ver­stär­ken, bei dem Klei­dungs­stü­cke schnell her­ge­stellt und bil­lig ver­kauft wer­den.

KI kann helfen, den ökologischen Fußabdruck der Modebranche zu reduzieren, indem sie die Prozesse effizienter und umweltfreundlicher gestaltet und die Rückverfolgbarkeit der Produkte entlang der Lieferkette verbessert.

Es ist wich­tig, dass die Mode­indus­trie die Aus­wir­kun­gen von KI auf die Bran­che sorg­fäl­tig prüft und sicher­stellt, dass die Tech­no­lo­gie ver­ant­wor­tungs­voll ein­ge­setzt wird, um die Nach­hal­tig­keit, Ethik und Fair­ness in der Bran­che zu för­dern. Ande­rer­seits kann künst­li­che Intel­li­genz der Mode­bran­che auf vie­le Arten hel­fen:

KI kann Daten aus sozia­len Medi­en, Blogs und ande­ren Quel­len ana­ly­sie­ren, um neue Trends in der Mode­bran­che vor­her­zu­sa­gen. Die­se Infor­ma­tio­nen kön­nen Unter­neh­men dabei hel­fen, ihre Pro­dukt­pa­let­te und Mar­ke­ting­stra­te­gien anzu­pas­sen.

KI kann hel­fen, das Design­pro­zess von Klei­dungs­stü­cken und Acces­soires zu opti­mie­ren, indem sie Daten­ana­ly­sen von ver­gan­ge­nen Trends, Kun­den­feed­back und Markt­ana­ly­sen kom­bi­niert. Dies kann dazu füh­ren, dass die Pro­duk­te der Mode­bran­che bes­ser auf die Kun­den­be­dürf­nis­se und ‑wün­sche zuge­schnit­ten wer­den.

KI-Sys­te­me kön­nen dabei hel­fen, den Bestand von Klei­dungs­stü­cken und Acces­soires bes­ser zu ver­wal­ten, indem sie Ver­kaufs­trends ana­ly­sie­ren und Vor­her­sa­gen über zukünf­ti­ge Nach­fra­ge tref­fen. Dies kann Ein­zel­händ­lern hel­fen, Über­be­stän­de und Aus­ver­käu­fe zu ver­mei­den.

KI-Sys­te­me kön­nen Kun­den auf­grund ihrer frü­he­ren Ein­käu­fe und ihres Online-Ver­hal­tens per­so­na­li­sier­te Emp­feh­lun­gen geben. Dies kann die Kun­den­bin­dung ver­bes­sern und zu höhe­ren Umsät­zen füh­ren. Sie kön­nen dazu bei­tra­gen, das Ein­kaufs­er­leb­nis der Kun­den in den Läden zu ver­bes­sern, indem sie per­so­na­li­sier­te Ange­bo­te, Ein­kaufs­be­ra­tun­gen und eine bes­se­re Navi­ga­ti­on durch das Geschäft bie­ten. Auch kön­nen sie den War­te­schlan­gen an der Kas­se durch auto­ma­ti­sier­te Kas­sen­sys­te­me redu­zie­ren.

KI-Sys­te­me kön­nen hel­fen, den öko­lo­gi­schen Fuß­ab­druck der Mode­bran­che zu redu­zie­ren, indem sie die Pro­duk­ti­ons­pro­zes­se effi­zi­en­ter und umwelt­freund­li­cher gestal­ten und die Rück­ver­folg­bar­keit der Pro­duk­te ent­lang der gesam­ten Lie­fer­ket­te ver­bes­sern.

KI ist nicht in der Lage, den ästhetischen Geschmack von Menschen zu verstehen oder zu replizieren. Mode ist eine Kunstform, die oft auf Kreativität und Subjektivität beruht, was für KI eine Herausforderung darstellen kann.

Ins­ge­samt bie­tet KI für die Mode­bran­che vie­le Mög­lich­kei­ten, um die Effi­zi­enz zu stei­gern, die Kun­den­bin­dung zu ver­bes­sern und die Nach­hal­tig­keit zu för­dern. Zugleich hat der Ein­satz künst­li­cher Intel­li­genz in der Mode­bran­che noch Gren­zen:

KI ist nicht immer in der Lage, den ästhe­ti­schen Geschmack von Men­schen zu ver­ste­hen oder zu repli­zie­ren. Mode ist eine Kunst­form, die oft auf Krea­ti­vi­tät und Sub­jek­ti­vi­tät beruht, was für KI eine Her­aus­for­de­rung dar­stel­len kann.

Die Ver­füg­bar­keit von Daten kann begrenzt sein, ins­be­son­de­re wenn es um die Ver­ar­bei­tung von Bil­dern geht. Die Qua­li­tät von Bil­dern kann sehr unter­schied­lich sein, und KI benö­tigt eine gro­ße Men­ge an hoch­wer­ti­gen Daten, um effek­tiv zu arbei­ten.

Die Mode­bran­che ist sehr schnell­le­big, was bedeu­tet, dass KI mög­li­cher­wei­se nicht schnell genug an neue Trends und Ver­än­de­run­gen ange­passt wer­den kann.

Eini­ge der KI-Sys­te­me erfor­dern eine erheb­li­che Men­ge an Ener­gie und Res­sour­cen, was sowohl finan­zi­el­le als auch öko­lo­gi­sche Aus­wir­kun­gen hat.

Daten­schutz und ethi­sche Fra­gen kön­nen in der KI-Model­lie­rung eine Rol­le spie­len, da KI-Sys­te­me auf per­sön­li­chen Daten basie­ren, die mög­li­cher­wei­se sen­si­bel sein kön­nen.

Ins­ge­samt gibt es also noch eini­ge Her­aus­for­de­run­gen, die es zu über­win­den gilt, um das vol­le Poten­zi­al der KI in der Mode­bran­che zu nut­zen.

Noch wach? Respekt. Einen Pulit­zer­preis wird die­ser Text wohl nicht gewin­nen. Was dar­an liegt, dass er von ChatGPT erzeugt und nur unwe­sent­lich redi­giert wur­de. Die Abwe­sen­heit von ori­gi­nel­len Gedan­ken und zün­den­den For­mu­lie­run­gen mag ein zusätz­li­cher Beleg für die Gren­zen von künst­li­cher Intel­li­genz sein. Dafür war der Bei­trag in zehn Minu­ten fer­tig.