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“Meine Währung ist nicht Geld”

"Motivation für MotivatorInnen" versprach das Dachmarkenforum gestern in München. Leidenschaftliche Macher und Macherinnen gaben Einblicke in ihre Arbeit.

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Carl Til­les­sen sprach über sei­nen Weg ins Mode­busi­ness, die ihn zur Grün­dung von Fir­ma brach­te: „Wir waren die, die wir immer sein woll­ten.“ Inzwi­schen ist der frü­he­ren Begeis­te­rung Ernüch­te­rung gewi­chen: „Man fängt an in einer Bran­che zu arbei­ten, auf die man stolz ist, und fin­det sich nun in einer Bran­che wie­der, für die man sich teil­wei­se schä­men muss.“ Til­les­sen hat die Hoff­nung aber noch nicht auf­ge­ge­ben, ganz ent­ge­gen dem Pos­tu­lat von Ador­no. „Ich habe mich auf die Suche nach dem rich­ti­gen Leben im fal­schen gemacht.“

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Foto­künst­le­rin und Regis­seu­rin Fran­zis­ka Stün­kel (‘Nah­schuss’) sprach über ihre Pro­jek­te: „Mei­ne Wäh­rung ist nicht Geld, son­dern mei­ne Wäh­rung sind Emotionen.“

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Die ver­gan­ge­nen 18 Mona­te waren die här­tes­te Zeit sei­nes Berufs­le­bens, sagt Raoul Span­ger. Und er ist 31 Jah­re bei Gebr. Hei­ne­mann. Der glo­bal ope­rie­ren­de Tra­vel Retail-Spe­zia­list war beson­ders von der Pan­de­mie betrof­fen. Mit 1,6 Mrd. Euro habe das Unter­neh­men in 2020 zwei Drit­tel sei­nes Umsat­zes ver­lo­ren, so Span­ger, 1600 Stel­len muss­ten über ein Frei­wil­li­gen­pro­gramm abge­baut wer­den. „Wir haben uns von Anfang an auf das Schlimms­te ein­ge­stellt. Das war rich­tig.“ Die Kri­se konn­te bewäl­tigt wer­den, weil die Eigen­tü­mer hin­ter dem Fami­li­en­un­ter­neh­men ste­hen, man stets soli­de gewirt­schaf­tet hat und auf lang­jäh­ri­ge und ver­trau­ens­vol­le Bezie­hun­gen zu sei­nen Part­nern bau­en kann. Inzwi­schen ste­hen die Zei­chen deut­lich auf Erho­lung, ins­be­son­de­re in Euro­pa, so Span­ger. Im kom­men­den Jahr kön­ne wie­der Geld ver­dient werden.

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Ant­je Hund­hau­sen ist bei der Deut­schen Tele­kom für Brand Expe­ri­ence ver­ant­wort­lich. Im Gespräch mit Maks Gior­da­no stell­te sie die ver­schie­de­nen Akti­vi­tä­ten des Kon­zerns vor: Die Retail-Shops, die mehr als Han­dys bie­ten. Kunst-Aktio­nen wie das Ars Elec­tro­ni­ca Fes­ti­val, die Tele­kom Art Collec­tion oder das För­der­pro­gramm für jun­ge Künst­ler, die Art Sci­ence Resi­den­cy. Die Equal E‑S­ports-Initia­ti­ve, die Diver­si­ty und Frau­en im Gaming för­dern soll. Und die Mode-Coo­ps wie das Fashion Fusi­on Lab oder die Part­ner­schaft mit Schöl­ler und AlphaTau­ri bei der Ent­wick­lung einer hea­t­a­ble Jacket.

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Bet­ti­na Roter­mund sprach über digi­ta­le Trans­for­ma­ti­on. Als begeis­ter­te Wel­len­rei­te­rin zog die Sie­mens-Mana­ge­rin Ana­lo­gien zu ihrem Sport: „Man steht vor einem Berg und weiß nicht, wohin die Wel­le einen hinträgt.“