Stefano Pilati hat Yves Saint Laurent offenbar nicht im Guten verlassen

“Deine Arbeit darf nicht nur ein Egotrip sein. Du arbeitest für eine Marke, nicht für Deine Marke. Du musst Dich anpassen. (…) Du musst Dich auch mit den Schwachköpfen auseinandersetzen, die einfach nur Geschäftsleute sind – diejenigen, die die Mode ruiniert haben, die Leute, die von Danone zu YSL gehen, als wäre das die natürlichste Entwicklung der Welt.”

Der Desi­gner, der kürz­lich bei Yves Saint Lau­rent durch Hedi Sli­ma­ne ersetzt wur­de, im Inter­view mit Con­stan­ti­no Del­la Gher­ar­de­s­ca für Vice. Der ehe­ma­li­ge Dano­ne-Mana­ger Jor­di Con­stans tritt Anfang 2013 die Nach­fol­ge von Yves Car­cel­le an. Der ist aller­dings nicht Chef der PPR-Toch­ter YSL, son­dern von LV, der bes­se­ren Hälf­te von LVMH. Bei den vie­len Kür­zeln kann man schon mal durcheinanderkommen.

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3 Antworten zu “Stefano Pilati hat Yves Saint Laurent offenbar nicht im Guten verlassen

  1. Und täg­lich grüßt das Murmeltier…
    Man soll­te Mode­häu­ser mit dem Able­ben ihrer Grün­der schlie­ßen, anstatt sie vom Nach­fol­gern wei­ter­füh­ren zu las­sen, die die Hand­schrift des Vor­gän­gers nicht ken­nen und vor allem soll­te man sie nicht denen zum Fraß vor­wer­fen, die von der Kul­tur der Mode kei­nen Schim­mer haben.
    Neh­men wir Ver­sace. Dona­tel­la ist auf dem bes­ten Wegen, den Mythos des Hau­ses kom­plett einem eigen­ar­tig pro­le­ten­haf­ten und unkul­ti­vier­ten Mas­sen­ge­schmack anzu­pas­sen. Das bemerkt man schon an den VIP’s, die sie die Wer­bung ein­ge­setzt werden.
    Ganz ähn­lich ver­hält es sich bei Arma­ni, der unbe­deu­ten­de Stern­chen wie Megan Fox oder Rihan­na für sei­ne Anzei­gen nutzt. Wo ist der Stil, wo die Kul­ti­viert­heit? Alles wird dem Umsatz und der Bör­sen­kraft unter­wor­fen. Klar, Mode­häu­ser sind auch Wirt­schafts­un­ter­neh­men, aber ihre Potenz ergibt sich aus ihrem ein­zig­ar­ti­gen Cha­rak­ter und löscht man den aus, sägt man am Ast, auf dem man sitzt.
    Ich erin­ne­re mich noch an ein Inter­view Romeo Gigli’s für “mon­dän!” Mit­te der 90’er, der sag­te: “The busi­ness kil­led the crea­ti­vi­ty” und damit hat­te er schon damals recht.
    Bes­tes Bei­spiel dafür ist (mei­ne gelieb­te) Jil San­der, die den Feh­ler gemacht hat, auf Ana­lys­ten zu hören, die ihr aus dem Hin­ter­grund die Zusam­men­ar­beit mit Pra­da anrie­ten und damit die Ver­wäs­se­rung des San­der-Stils des Under­state­ments, des Luxus und der Klar­heit her­bei­führ­ten. Plötz­lich lie­fen auf den Shows die Models in knal­li­gen Neon­far­ben, statt in grau­em Cash­me­re über den Laufsteg.
    Man kann Karl Lager­feld nur gra­tu­lie­ren, dass sein Kopis­mus einer im Grun­de erz­kon­ser­va­ti­ven, ja gera­de­zu spie­ßi­gen Mode der Cha­nel, immer noch den Mas­sen­ge­schmack trifft und er so am Ball blei­ben kann und hofiert wird, als sei er das größ­te Genie aller Zei­ten, was er bei ehr­li­cher Betrach­tung kei­nes­wegs ist.

    Balen­cia­ga sag­te bei der Schlie­ßung sei­nes Hau­ses: “Ich wer­de mei­ne Mode nicht pro­sti­tu­ie­ren!” und ent­zog sich so den Markt­me­cha­nis­men einer neu­en Zeit, blieb sich treu und wur­de zum Mythos.

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