Ist jetzt die Zeit für Zynismen, Li Edelkoort?

„Wir sollten für das Virus sehr dankbar sein, denn es könnte der Grund dafür sein, dass wir als Spezies überleben. (…) In der Konsumquarantäne werden wir lernen, wie wir mit einem einfachen Kleid glücklich sein können, alte Lieblingsstücke wiederentdecken, ein vergessenes Buch lesen. (…) Wir werden eine leere Seite für einen Neuanfang haben, weil viele Unternehmen und Geld im Prozess der Verlangsamung ausgelöscht werden. (…) Ich hoffe auf ein anderes und besseres System, das mit mehr Respekt vor menschlicher Arbeit und menschlichen Bedingungen eingeführt wird.“

Die Trendforscherin in einem umstrittenen Interview mit Marcus Fairs vergangene Woche für Dezeen.

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profashionals

Mehr als 20 Jahre journalistische Arbeit bei der TextilWirtschaft. Als Redakteur, Korrespondent, Business-Ressortleiter. Chefredakteur von 2006 bis 2011. Die TextilWirtschaft ist das führende Medium für das Modebusiness im deutschsprachigen Europa. Seit 2012 selbstständig in der Personalberatung. 2016 Gründer von SUITS. Executive Search.

5 Antworten auf „Ist jetzt die Zeit für Zynismen, Li Edelkoort?

  1. Ist das nicht die eher die gewohnte Ignoranz von Frau E. und vielleicht sogar der Modebranche? Ob nun Zwangsarbeit in Asien, historische black outs, rassistische Werbung, gedankenlose Kommentare von Designern, das alles bildet einen fatalen gedanklichen Hintergrund der nur selten so deutlich zutage tritt wie bei Frau E. Es diskreditiert die Branche, die Ausbilder das gesamte System Mode international. Während andere Industrien und deren Vordenker schon längst mit guten Einsichten eine Korrektur eingeleitet haben, bekommt die Modeszene die Kurve nicht. Schade drum. It will backfire.

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  2. Diese Frau hat vollkommen den Blick für unsere komplexen Realitäten verloren.
    Sie hat jahrelang beratend nicht nur die Mode , sondern die verschiedensten Industrie- Branchen in ihren Wachstums- Strategien „visionär“ unterstützt, damit sicher sehr viel Geld verdienen können und ein System mit aufgebaut, bzw. gefördert, welches sie jetzt zynisch und menschenverachtend in Frage stellt.
    Man kann nur sprachlos sein über soviel Hochmut, Einfältigkeit und Selbst- Reflexion.
    So kann nur jemand reden, der es sich in dieser Krise persönlich ein wenig gemütlich machen kann und die Muße hat, ein „vergessenes Buch“ zu lesen.

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  3. Das ist Kulturzynismus einer satten alten Frau, deren Horizont nur bis zum eigenen Bauchnabel reicht.
    Mitgefühl für Kranke und Sterbende ? Mitgefühl oder Lösungsansätze für wirtschaftlich Betroffene, und zwar nicht nur in reichen Industrienationen sondern in unseren globalen Lieferländern?
    Charakterlich überfordert, gnädige Frau? Lies weiter dein Buch.
    Ich bin schockiert.

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  4. Das hat nichts mit Zynismus zu tun, es wird Zeit, dass sich die Modeindustrie wieder an den Menschen orientiert, nicht nur am schnellen Konsum.
    Auch an den Menschen, die die Mode produzieren und dass Bekleidung nicht nur ein Schnell-Wegwerf-Produkt ist.

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