Eickhoffs Abschied. Und Neuigkeiten von Abercrombie & Fitch, aus China, Saudi-Arabien und vom DFB.

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Die Geschäftsaufgabe von Eickhoff hat die Branche bewegt wie lange keine Nachricht. Auch das Medienecho war gewaltig. Die Familie hat sich in dieser Woche vielfach in Interviews erklärt. „Wir als Unternehmer können immer weniger unternehmen, weil die Fabrikanten immer mehr vorschreiben“, sagte Stefan Asbrand-Eickhoff laut WZ in der Pressekonferenz am Montag. „Heute muss ich unverkäufliche Handtaschen annehmen“, klagte Albert Eickhoff im Gespräch mit der SZ.

Den Markenexodus hat die Familie dennoch nicht verhindern können – Jimmy Choo, Gucci und zuletzt Iris von Arnim. Auch Dior hat wohl Druck gemacht, verriet Eickhoff der TW (die ihn vermutlich ein letztes Mal auf den Titel nahm): „Uns war klar: Wenn wir nicht mehr Raum zur Verfügung stellen, geht auch Dior seine eigenen Wege.“ Am Ende sei es ein Angebot gewesen, das man nicht ablehnen konnte. „Besser im richtigen Moment die richtige Entscheidung treffen“, so Eickhoff zur TW. WWD sagte er: „Wir wollten nicht warten, bis jemand anderes diese schwierige und schmerzhafte Entscheidung für uns trifft.“ Familienunternehmen seien nicht mehr zeitgemäß, postulierte Eickhoff in Bild. Nicht nur wegen der Marken-Flagships und der Modeketten, sondern auch wegen der Online-Konkurrenz: „Da wird Tradition einfach weggeklickt.“

In zwei Wochen, am 28. November wird Albert Eickhoff 78. „In dem Alter habe ich keine Berechtigung mehr in der Branche“, sagte er im Interview mit der FAZ. „Ich war immer ein Macher. Das steht mir in meinem Alter nicht mehr zu.“

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Und sonst?

Will Abercrombie & Fitch in der Not seine Produktpalette vergrößern und jetzt auch größere Größen für Frauen in seine Läden bringen. Ausgerechnet. Ein Gerücht ist freilich, dass A&F-CEO Mike Jeffreys bei seinen „Store Models“ neuerdings auf Schwimmringen besteht.

Mussten in Saudi-Arabien 514 Geschäfte für Damenunterwäsche schließen. Das meldete die SZ. Die Schließung erfolgte auf behördliche Anordnung, weil dort Männer arbeiteten. König Abdullah hatte den Verkauf von Dessous nämlich zur Frauensache erklärt. So einen Durchgriff auf das Personal hat man halt nur bei Abdullah & Fitch, Mike Jeffreys!

Haben die Chinesen umgerechnet für 4,3 Milliarden Euro online eingekauft. Online! An einem einzigen Tag! Am 11. November, dem „Guanggun Jie“ (Single-Tag), der als chinesischer Gegenentwurf zum Valentinstag gilt. Und das allein bei Tmall, der mit einem Marktanteil von gut 50% wichtigsten Online-Plattform im Reich der Mitte. Der gesamte deutsche Einzelhandel braucht mit seinen 400.000 Unternehmen vier Tage, um eine solche Summe einzunehmen.

Scheiden sich die Geister am neuen Trikot der Fußballnationalmannschaft. Das hat Adidas diese Woche vorgestellt. Die Welt hat ein paar Designer dazu befragt. Weiße Hosen sollen die Leichtigkeit des deutschen Spiels symbolisieren, lässt sich Fußball-Chefdesigner Jürgen Rank in der Pressemitteilung zitieren. Wir werden sehen: Heute Abend feiert das neue Outfit gegen Italien Premiere.

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Mehr als 20 Jahre journalistische Arbeit bei der TextilWirtschaft. Als Redakteur, Korrespondent, Business-Ressortleiter. Chefredakteur von 2006 bis 2011. Die TextilWirtschaft ist das führende Medium für das Modebusiness im deutschsprachigen Europa. Seit Januar 2012 Managing Partner der Personalberatung Hartmann Consultants

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