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647 Mill. Euro für die Familienkasse: Stefan und Karl-Johan Persson können sich jetzt jede Menge neue Billy-Regale kaufen

Die Mana­ger­ge­häl­ter sind ein Reiz­the­ma, und das nicht nur wegen des wahr­schein­lich typisch deut­schen Neid­re­fle­xes. Die Öffent­lich­keit regt sich gele­gent­lich zu Recht über obs­zö­ne Boni auf, ins­be­son­de­re wenn die­se im Gegen­satz zur wirt­schaft­li­chen Ent­wick­lung der Unter­neh­men ste­hen. Die Unter­neh­mer­ein­künf­te sind dage­gen sel­te­ner ein The­ma. Viel­leicht weil man den Eigen­tü­mern zubil­ligt, dass sie eine ande­re Ver­ant­wor­tung als ihre Ange­stell­ten tra­gen. Viel­leicht aber auch nur, weil man nicht so viel dar­über erfährt. Rei­chen-Ran­kings wie die For­bes-Lis­te sind wahr­schein­lich zu Recht umstritten.

Ein Indiz kön­nen die Geschäfts­be­rich­te der gro­ßen Akti­en­ge­sell­schaf­ten sein, von denen nicht weni­ge fami­li­en­kon­trol­liert sind. Kol­le­ge Hen­ryk Hiel­scher hat sich die Mühe gemacht und ges­tern ein Ran­king von Deutsch­lands Divi­den­den­kö­ni­gen in der Wirt­schafts­wo­che ver­öf­fent­licht. Dar­un­ter sind eini­ge, die ihr Geld u.a. mit Mode ver­die­nen. Fami­lie Kre­ke etwa, zu deren Dou­glas Hol­ding AG auch DOB-Filia­list Appel­ra­th­Cüp­per gehört, hat laut WiWo für ihre 12,14%-Beteiligung 5,25 Mill. Euro kas­siert. Die Betei­li­gung am Shop­ping Cen­ter-Betrei­ber Deut­sche Euro­shop ist zwar nur ein Neben­er­werb für Alex­an­der und Micha­el Otto, der 2010 aber immer­hin für ein Zubrot von 8,5 Mill. Euro gut war. Und Ger­hard Weber und Udo Har­dieck kas­sier­ten für ihre Ger­ry Weber-Antei­le 11,26 Mill. Euro. Das reicht noch für eini­ge Geburtstagsparties.

All das sind übri­gens Pea­nuts gegen die fan­tas­ti­sche Aus­schüt­tung, die Fami­lie Pers­son sich bei Hen­nes & Mau­ritz geneh­mig­te: Umge­rech­net rund 647 Mill. Euro flos­sen allein für 2010 auf das Kon­to der Schwe­den. Das reicht für gut 17 Mil­lio­nen Bil­ly-Rega­le. Viel Spaß beim Schrauben!

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