Chatgpt image okt

Mode-Milliardäre: Wer gewinnt? Wer verliert?

Alle Jahre wieder veröffentlicht das Manager-Magazin seine Liste der reichsten Deutschen. Über solche Rankings lässt sich streiten, schon klar. Reinschauen tut jeder: Wo stehe ich in meiner Peer Group? Warum habe ich es immer noch nicht geschafft? Wir haben uns die Mode-Milliardäre angeschaut.

Inter­es­san­ter als die Ver­mö­gens­wer­te, die das Mana­ger-Maga­zin recher­chiert hat und die für die meis­ten Men­schen ohne­hin abs­trakt blei­ben, sind die  Ver­än­de­run­gen, die die Redak­teu­re gegen­über dem ver­gan­ge­nen Jahr berech­net haben. Sagen sie doch etwas über die Per­for­mance der jewei­li­gen Betei­li­gun­gen aus. Wir haben uns die Mode-Mil­li­ar­dä­re  ange­schaut: Wer hat zuge­legt? Wer hat ver­lo­ren? Alle Anga­ben basie­ren auf dem Mana­ger-Maga­zin-Ran­king.

Die Gewinner: Lidl, Aldi, Deichmann, New Yorker. Und Breuninger.

Lidl- und Kauf­land-Grün­der Die­ter Schwarz und die Inha­ber­fa­mi­li­en von Aldi Süd und Aldi Nord wer­den sich nicht als Tex­til­händ­ler sehen. Tat­säch­lich machen sie in ihren Filia­len Mil­li­ar­den mit Unter­wä­sche, Sweat­shirts und Heim­tex­ti­li­en. Das Non­food-Geschäft dürf­te zwar auch bei den Dis­coun­tern gelit­ten haben. Aller­dings nicht so sehr, als dass es die enor­men Ver­mö­gens­zu­wäch­se von Die­ter Schwarz (+7,2 Mil­li­ar­den Euro) und den Aldi-Süd-Fami­li­en Albrecht und Heis­ter (+2,1 Mil­li­ar­den) ver­hin­dert hat. Platz 1 und Platz 2 gehö­ren den Dis­coun­ter-Köni­gen.

Platz 3 bele­gen die Inha­ber­fa­mi­li­en von Breu­nin­ger (+600 Mil­lio­nen auf 0,9 Mil­li­ar­den Euro). Sage einer, mit Waren­häu­sern lie­ße sich kein Geld ver­die­nen. Auf Platz 4 die Fami­li­en Knapp (New Yor­ker) und Deich­mann mit jeweils 300 Mil­lio­nen Zuwachs (auf 2,9 und 5,2 Mil­li­ar­den), gefolgt von den Fami­li­en Ern­sting und Wort­mann (jeweils +100 Mil­lio­nen auf 0,8 und 1,7 Mil­li­ar­den).

Unver­än­dert ist die Ver­mö­gens­la­ge bei den Inha­bern von Gebr. Hei­ne­mann (0,9 Mil­li­ar­den), bei Fami­lie Schwan­häu­ser (der neben Schwan-Sta­bi­lo auch Out­door Brands wie Deu­ter und Orto­vox gehö­ren) und Jeb­sen & Jes­sen (die ihr 1,5‑Milliarden-Vermögen u.a. mit Tex­til­im­port gemacht haben). Auch Bernd Frei­ers Ver­mö­gens­ab­fluss scheint gestoppt. Der S.Oliver-Gründer wird unver­än­dert mit 0,7 Mil­li­ar­den taxiert.

Die Verlierer: Zalando, Otto, Tchibo, C&A.

Der Sink­flug der Aktie blieb nicht ohne Aus­wir­kun­gen auf Robert Gentz und David Schnei­der. Die Depots der Zalan­do-Grün­der sind 50 Mil­lio­nen leich­ter, aber immer noch 450 MIl­lio­nen schwer. Mehr zu ver­lie­ren hat die Fami­lie Otto, und sie tat es 2025 denn auch: 1,1 Mil­li­ar­den weni­ger (auf 11,4 Mil­li­ar­den). Kik- und Tedi-Grün­der und Wool­worth-Inha­ber Ste­fan Hei­nig steht mit 300 Mil­lio­nen weni­ger auf der Lis­te, Glo­bus-Inha­ber Tho­mas Bruch mit 400 Mil­lio­nen weni­ger. Die Tchi­bo-Inha­ber Micha­el und Wolf­gang Herz haben jeweils 600 Mil­lio­nen Ver­mö­gen ein­ge­büsst; bei einem ver­blei­ben­den Ver­mö­gen von jeweils 3,4 Mil­li­ar­den müs­sen wir uns aber kei­ne Sor­gen um die bei­den machen.

Mit Abstand die größ­ten Ein­bu­ßen ver­zeich­net das Mana­ger-Maga­zin für Fami­lie Brenn­inkmey­er. Die C&A‑Inhaber haben 1,5 Mil­li­ar­den ihres 2025 noch auf 14,2 Mil­li­ar­den Euro taxier­ten Ver­mö­gens abge­ge­ben.