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Anziehsachen (1): Raffaello Napoleone über Krawatten

Viele Männer gehen heute am Abend aus und haben ihre Krawatte in der Jackentasche – für alle Fälle. Sie wiegt ja nichts, und wenn es sein muss, habe ich halt ein Upgrading in der Tasche. Das ist wie mit dem Ersatzreifen beim Auto, den fahren Sie auch mit sich herum. Die Krawatte ist der neue Ersatzreifen, immer einsatzbereit. (…) Die Krawatte ist nicht totzukriegen. Die Krawatte ist ein Akt der Trasgressione geworden, eine gewollte Grenzüberschreitung. Tragen Sie mal eine, dann fragen Leute sofort: Was ist los, warum trägst Du jetzt eine Krawatte?

Quel­le: SZ

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Eine Antwort zu “Anziehsachen (1): Raffaello Napoleone über Krawatten

  1. Die Kra­wat­te, Jahr­zehn­te habe ich eine getra­gen, hat­te am Schluss ca. 60 aktu­el­le Kra­wat­ten – die von frü­her – breit und bunt – hat­te ich längst aus­sor­tiert. Den­noch gehör­te ich zu den Ers­ten die kei­ne mehr getra­gen haben und das, obwohl ich als Gene­ral­be­voll­mäch­tig­ter an der Spit­ze eines Unter­neh­mens ste­hend, bei­spiel­ge­bend sein soll­te. Ich emp­fand das als befrei­end – erst zöger­lich ab und zu einen Tag „ohne“ um es dann kon­se­quent umzu­set­zen. Den­noch habe ich Mass­kon­fek­ti­on getra­gen und dar­auf geach­tet das vom Schuh über den Gür­tel bis zum Hemd alles zuein­an­der pass­te und in einer sehr guten Qua­li­tät war.
    Heu­te, mit etwas Abstand, fin­de ich es scha­de das man kei­ne Män­ner mehr sieht die die­sen gepfleg­ten Klei­dungs­stil tra­gen – und wenn man doch noch eines die­ser sel­te­nen Exem­pla­re erblickt – meist nicht sehr anspre­chen geklei­det – dann hat man den Wunsch das es wirk­lich vor­bei ist mit der Kra­wat­te.

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