Neumann vs. Müller: „Kühler Kopf statt grüner Knopf“

„Was der Minister plant, gefährdet unsere Existenz. Unsere globalen Konkurrenten werden uns einfach aus dem Markt fegen. Und am Ende wird man sich fragen, warum ausgerechnet die deutschen Unternehmen mit ihren hohen Umwelt- und Sozialstandards nicht überlebt haben.“

Die Präsidentin des Gesamtverbands textil+mode, Ingeborg Neumann, attackiert in einem dpa-Interview Entwicklungsminister Gerd Müller wegen dessen Drohung, Unternehmen notfalls gesetzlich zur Einhaltung von Sozial- und Ökostandards in ihren Lieferketten zu zwingen (Zitat aus FashionNetwork). Müller möchte zudem ein staatliches Siegel für fair und ökologisch produzierte Kleidung einführen. „Es braucht keinen grünen Knopf. Das ist reines Politmarketing. Wir haben bereits zahlreiche Qualitätssiegel, die auch international anerkannt sind. Ich plädiere dafür, mit einem kühlen Kopf und nicht mit einem grünen Knopf einzukaufen.“

Heute jährt sich zum 6. Mal die Katastrophe von Rana Plaza.

Bitte lesen Sie dazu auch: Eine Branche spielt Schwarzer Peter

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profashionals

Mehr als 20 Jahre journalistische Arbeit bei der TextilWirtschaft. Als Redakteur, Korrespondent, Business-Ressortleiter. Chefredakteur von 2006 bis 2011. Die TextilWirtschaft ist das führende Medium für das Modebusiness im deutschsprachigen Europa. Seit 2012 selbstständig in der Personalberatung. 2016 Gründer von SUITS. Executive Search.

6 Antworten auf „Neumann vs. Müller: „Kühler Kopf statt grüner Knopf“

  1. „Kühler Kopf statt grüner Knopf“
    Ich kann Frau Neumann nur zustimmen. Auch hier wird wieder die „grüne Schleuder“ gegen alles und jenes geschwungen. Die Deutsche Industrie – diesmal Bekleidung – bleibt auf der Strecke. Die globalen Mitbewerber lachen sich kaputt. the end is near… so wie beim Ökostrom. Siehe Kommentar von STEFAN AUST in der Welt am Sonnstag vom. 21./22.4.2019 „Grüne dürfen träumen.“

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  2. Weiter so wie immer, ist keine Lösung!
    Wenn die Firmen mit neuen sinnvollen Vorgaben belastet werden, müssen sie auch gegen Anbieter die diese Regeln nicht einhalten, geschützt werden. Das muss parallel laufen, um einsichtige Firmen nicht zu bestrafen.
    Ohne das es etwas weh tut, werden wir die notwendigen Veränderungen nicht schaffen. Wir produzieren zu viel, oft falsch. DerProfit darf nicht über klaren Menschenverstand siegen.
    Wir können aber auch hier warten, bis die nachkommenden Generation uns den richtigen Weg aufzeigen. Z.B mit Konsumverzicht!

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