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"Die größten Profite werden in der Krise gemacht"

Zur Premiere seines neuen Buchs ("Der Code zum Erfolg") hatte Tom Junkersdorf vorgestern Philipp Plein zu einem Live Podcast in die Cupra City Garage in München eingeladen. Wer keine Dreiviertelstunde Zeit hat- hier die besten Quotes:

Über Erfolg: "Wir sind Träu­mer. Das Pro­blem ist, dass wir zuviel Angst haben. Dann blei­ben die Träu­me nur Träu­me. (…) Man muss sich alles anhö­ren, aber darf es nicht zu sehr an sich ran­las­sen. Sonst wird man unsi­cher. Und wenn du unsi­cher bist, dann machst du Feh­ler. (…) Erfolg ist zu hun­dert Pro­zent plan­bar. Erfolg ist kein Glück. Glück ist für Ver­lie­rer."

Über Kri­sen: "Es gehört dazu, mit Kri­sen umzu­ge­hen. Es gibt immer einen Weg. (…) Die größ­ten Pro­fi­te wer­den in der Kri­se gemacht."

Über Angst: "Alles was dich bin­det, macht dich lang­sam. Wenn du nichts zu ver­lie­ren hast, bist du der gefähr­lichs­te Geschäfts­part­ner im Raum. Man darf kei­ne Angst haben, alles zu ver­lie­ren."

Unnamed fileÜber Grö­ße: "Ich bin Auto­di­dakt. Das hat Vor­tei­le. Als Out­si­der geht man anders her­an, mit fri­schen Ideen. Ich bin ein Markt­ni­schen­mensch. Wie ein Sni­per – ich schaue hin und schaue, wo kann ich tref­fen. (…) Wir sind das Nemo-Fisch­chen im Hai­fisch­be­cken."

Übers Mode­busi­ness: "Mode ist ein har­ter Job. In der Mode musst du dich immer wie­der neu erfin­den. Da kannst du nicht alt wer­den. Wenn du alt bist, bist du tot. (…) Die Mode­indus­trie wirkt immer sehr inno­va­tiv. In der Rea­li­tät ist die Mode eine der lang­sams­ten Adap­to­ren von Tech­no­lo­gie. (…) Seit Jahr­zehn­ten gab es kei­ne gro­ße Inno­va­ti­on in der Mode. Das liegt aber nicht an den Unter­neh­men, son­dern an den Ver­brau­chern, die nicht bereit sind für Inno­va­tio­nen."

Über die Luxus­indus­trie: "Die Kon­zer­ne kla­gen über einen Umsatz­ein­bruch, den sie selbst zu ver­schul­den haben. Nach Covid hat jeder die Chan­ce gese­hen, die Prei­se zu erhö­hen, zum Teil unju­s­ti­fied. Alles ist so teu­er gewor­den, so dass die Kon­su­men­ten nicht mehr bereit sind, das Geld aus­zu­ge­ben. Die haben den Bogen über­spannt."

Über Pra­da & Ver­sace: "Pra­da war noch nie erfolg­reich mit einem Kauf. Jil San­der war ein Griff ins Klo. Ver­sace war ein Not­ver­kauf und für Pra­da bil­lig. Eine Mil­li­ar­de, das ist nicht die­ses Unter­neh­mens und sei­ner Heri­ta­ge nicht ange­mes­sen."

Über die Zukunft: "Wir alle durch­le­ben den span­nends­ten Moment über­haupt. Men­schen wer­den ihre Bezie­hung zu Mar­ken stark ändern. Irgend­wann wirst du dei­ne Mode mit KI sel­ber machen und du brauchst dann die­se gan­zen Mar­ken nicht mehr."

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