Stoppt das Amazon-Bashing, fordert Gerrit Heinemann

“Auch Karstadt hat in den nahezu 15 Jahren, in denen Amazon auf dem deutschen Markt tätig ist, kaum bis gar keine Steuern bezahlt. (…) Während Karstadt mehr als 20.000 Arbeitsplätze abgebaut hat, wurden bei Amazon Deutschland 20.000 Arbeitsplätze aufgebaut.”

Der Web-Pro­fes­sor in einem lesens­wer­ten Gast­bei­trag für Inter­net World Business

heinemann

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5 Antworten zu “Stoppt das Amazon-Bashing, fordert Gerrit Heinemann

  1. Der gro­ße Unter­schied liegt dar­in, dass Kar­stadt seit ca. 12 Jah­ren dank “merk­wür­di­gen” Unter­neh­mens-Stra­te­gien und einer gewis­sen “Mit­nah­me­men­ta­li­tät” sei­tens der uns allen bekann­ten Vor­stän­de und Inha­ber mit rasan­ter Fahrt gen Abgrund steu­ert und ver­zwei­felt nach Atem ringt.
    Mise­ra­ble Gehäl­ter und Löh­ne sowie aus­ufern­de Ent­las­sungs­wel­len zähl­ten ursprüng­lich kei­nes­wegs zu den Gepflogenheiten.

  2. Wenn Kar­stadt plei­te ist, weil sein Kon­zept nicht mehr zeit­ge­mäß ist und was für Grün­de es auch immer noch sein mögen, und des­halb 20.000 Arbeits­plät­ze abge­baut wer­den, heißt das, dass Kar­stadt auch mal 20.000 Arbeits­plät­ze auf­ge­baut hat. Ob die Kar­stadt-Mit­ar­bei­ter die letz­ten Jah­re unter den­sel­ben Bedin­gun­gen arbei­ten muss­ten wie Ama­zon­mit­ar­bei­ter wird hier ver­schwie­gen. Wenn Kar­stadt kei­ne Steu­ern mehr bezahlt hat, liegt das ver­mut­lich dar­an, dass sie kei­ne Gewin­ne mehr gemacht haben, sonst wären sie ja jetzt nicht plei­te, und nicht an Stand­ort-Trick­se­rei­en. Hier wer­den wohl doch Bir­nen mit Kar­tof­feln verglichen.

  3. Tat­säch­lich will uns der E‑Com­mer­ce-Pro­fes­sor-Lob­by­ist klu­ger­wei­se sagen sein Online­kli­en­tel, am Bei­spiel Ama­zon, ist genau so ver­kom­men wie Karstadt!

    Da kann man ihm nur zustimmen.

    Was für ein (alter) Trick! picke ich mir die schmud­de­li­gen Bei­spie­le aus der Bran­che als Bench­mark her­aus und schon ste­he ich bes­ser da.

    Über­se­hen hat er, dass z. B. Han­del noch aus eini­gen tau­send ande­rer Unter­neh­men in Deutsch­land besteht, wel­che ihr Busi­ness ohne hin­ter­fot­zi­ge Steu­er­trick­se­rei­en betreiben.
    Sol­len die Mul­tis der jewei­li­gen Bran­che ihr Busi­ness vor­an­trei­ben – bit­te ger­ne – jedoch auf Gewin­ne Steu­ern zah­len, das ist das was sie den Gesell­schaf­ten in ihren Märk­ten schulden.

    Zuletzt der Mythos der geschaf­fe­ne Arbeits­plät­ze: wer glaubt, dass im E‑Commerce, berei­nigt um die im Off­line­be­reich weg­fal­len­den, Arbeits­plät­ze geschaf­fen wer­den faked scham­los die­se soge­nann­te Erfolgs­sto­ry, wel­che dies­be­züg­lich kei­ne ist.

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