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Was macht eigentlich…

...Michael Michalsky?

Das waren noch Zei­ten, als die Ban­ker for­mel­ler geklei­det waren als ihre Kun­den. Spä­tes­tens mit der Finanz­kri­se und Skan­da­len wie Cum-Ex hat sich gezeigt, dass Kra­wat­ten nicht unbe­dingt ein Aus­weis von Serio­si­tät sind. So ist es nur fol­ge­rich­tig, dass die Ber­li­ner Volks­bank ihre 2000 Mit­ar­bei­ten­den zum 80. Jubi­lä­um mit einer Sports­wear­kol­lek­ti­on von Micha­el Mich­alsky beglückt: Hoo­dies, T‑Shirts, Hem­den und Blu­sen sowie Shop­per, inspi­riert vom US-Team­sport. "Sie ver­bin­det den Team­geist des ame­ri­ka­ni­schen Sports mit dem Selbst­ver­ständ­nis einer genos­sen­schaft­li­chen Gemein­schaft und macht Iden­ti­tät im wahrs­ten Sin­ne des Wor­tes trag­bar", heißt es im Pres­se­text. Dass Mich­alsky selbst Kun­de der Bank ist, mache die Koope­ra­ti­on beson­ders authen­tisch.

Sti­lis­tisch bewegt sich der Desi­gner auf dem Niveau von Mitch & Co, der Kol­lek­ti­on, die Mich­alsky nach sei­nem Abschied von Adi­das zwi­schen 2007 und 2009 für Tchi­bo ent­wi­ckel­te. In den 2010er Jah­ren nutz­te er die Ber­lin Fashion Week für sei­ne Posi­tio­nie­rung als "neu­er deut­scher Mode­papst" (Vogue). Auf­trit­te in GNTM und ande­ren TV-For­ma­ten ver­schaff­ten ihm Bekannt­heit. 2020 ent­wi­ckel­te er sei­ne letz­te eige­ne Ate­lier Mich­alsky-Kol­lek­ti­on. Seit­her mone­ta­ri­siert er sein Image, lebt von Auf­trags­de­sign, Collabs und Lizen­zen. Der Respekt der Mode­de­si­gner-Bubble blieb Mich­alsky ver­sagt. Dabei hat er im Gegen­satz zu den meis­ten ande­ren in Ber­lin immer­hin ein Geschäfts­mo­dell.

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