@re:publica: Fashion meets Technology

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Einen Blick in eine Zukunft, die längst Gegenwart ist, warf die FashionTech-Konferenz auf der diesjährigen re:publica in der Station Berlin. Zum zweiten Mal konzipiert und organisiert von Premium und den re:publica-Machern. Dass das Internet Of Things das Next Big Thing ist, hat sich ja mittlerweile herumgesprochen. In Berlin bekam man gestern zumindest einen Eindruck von der Welle, die da anrollt.

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„Mobile hat viele Möglichkeiten eröffnet, aber auch neue Probleme gebracht,“ erklärte Julia Kümmel von making things happen. „Die permanente Erreichbarkeit stört den sozialen Austausch.“ Beim Abendessen mit Freunden spielt Kümmel deshalb das phone packing game: Alle legen ihre Smartphones aufeinander, und wer als erster zugreift, muss die Rechnung übernehmen. Smartphones sind für Kümmel nur eine Brückentechnologie. „Die Zukunft gehört Anwendungen, die das Digitale und das Physische verbinden und das Internet selbstverständlich ins Leben integrieren.“

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Bekleidung spielt eine Schlüsselrolle dabei. Nur dass die Bekleidungsindustrie das noch nicht auf dem Schirm habe, so Lisa Lang von Elektrocouture. „Fashion und Technologie sind zwei sehr verschiedene Sphären. Die gilt es jetzt zusammenzuführen.“

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Und hier die interessantesten Gadgets und Anwendungen, die die FashionTech-Referenten in Berlin zeigten:

Myo ist ein wearable device zur Gestensteuerung

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Mimobaby erlaubt die Kontrolle von Lebensfunktionen des Babys.

Mammut hat seinen Frankfurter Laden zum Beacon-Pilotstore ausgebaut. Die ermöglichen beispielsweise die Kundenführung zu Produkten, die dieser zuvor online selektiert hat.

Necomimi misst Gehirnströme und zeigt den Gemütszustand über Plüsch-Hasenohren an.

Der Spiderdress von Anouk Wipprecht reagiert auf die Bewegungen von Personen, die mit der Trägerin in Kontakt treten wollen.

Kisha hat einen smart umbrella entwickelt, einen Regenschirm, der über eine App mit der Wettervorhersage verbunden ist und einen bei aufziehendem Regen zum Mitnehmen auffordert.

Intact hat einen Handschuh entwickelt, der Signale senden und empfangen kann, und mit dem Menschen, die taub und blind sind (global immerhin 1,8 Millionen) miteinander kommunizieren können.

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Elemoon ist ein Armband, das an soziale Netzwerke angebunden ist, und das Signale wie eingehende Mails oder Tweets empfängt. Nur ohne Uhr.

Ear-o-smart sind Ohrringe, die Self Tracking a la Fuelband oder Apple Watch ermöglichen.

Über die App Tago Arc kann man ein E-ink-Armband (die Kindle-Screen-Technologie) mit wechselnden Designs bespielen.

MiZXFlux ist eine App, mit der sich der Adidas-Schuh mit eigenen Fotomotiven individualisieren lässt.

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Bitte lesen Sie dazu auch:

Fabian Hemmert wünscht sich Bekleidung als Benutzeroberfläche

Warum Apple – auch – ein Modeunternehmen ist

Kaufen Sie die Apple Watch?

Und natürlich die Profashionals-Serie zum Thema Science Fashion

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profashionals

Mehr als 20 Jahre journalistische Arbeit bei der TextilWirtschaft. Als Redakteur, Korrespondent, Business-Ressortleiter. Chefredakteur von 2006 bis 2011. Die TextilWirtschaft ist das führende Medium für das Modebusiness im deutschsprachigen Europa. Seit Januar 2012 Managing Partner der Personalberatung Hartmann Consultants

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