Manchmal ist Werbung mit Wirklichkeit konfrontiert, Rebecca Van Dyck

 

Die neue Levi’s-Kampagne ist etwas zu sehr am Puls der Zeit. Vorgestern wurde „Go Forth“ vorgestellt, gestern wurde der Start in Großbritannien ausgesetzt. Der Grund: In dem Clip „Legacy“ hat Regisseur Ralf Schmerberg Charles Bukowskis Gedicht „The Laughing Heart“ unter anderem mit Szenen der diesjährigen Berliner Mai-Krawalle unterlegt. Das schien vor dem Hintergrund der schweren Ausschreitungen in Großbritannien unangemessen.

„Go Forth“ ist der Einstand der neuen Levi’s-Marketing-Chefin. Rebecca Van Dyck ist seit März in San Francisco an Bord. Levi’s-President Robert Hanson hatte die Top-Managerin von Apple abgeworben, wo sie das globale Marketing verantwortete. Davor hatte sie u.a. für Nike die „Just do it“-Kampagne entwickelt.

Levi’s hat schnell und richtig gehandelt. Für viele Marketingleute dürfte es eine Verlockung sein, das unverhoffte Skandalpotenzial publicityträchtig auszureizen. Mit destruktivem Mob in Verbindung gebracht zu werden, wäre dem Levi’s-Image indes nicht zuträglich. Und wer weiß – wahrscheinlich schauen sich jetzt noch viel mehr Leute den Clip an:

profashionals

Mehr als 20 Jahre journalistische Arbeit bei der TextilWirtschaft. Als Redakteur, Korrespondent, Business-Ressortleiter. Chefredakteur von 2006 bis 2011. Die TextilWirtschaft ist das führende Medium für das Modebusiness im deutschsprachigen Europa. Seit 2012 selbstständig in der Personalberatung. 2016 Gründer von SUITS. Executive Search.

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