Glazo

"Ätschibätsch HenryJohn!"

Wer klein ist, muss laut sein. Und wie funk­tio­niert "Laut sein" in Social Media bes­ser als durch Pro­vo­ka­ti­on?

Anton Ursch­um­zew macht es mit sei­nem Mode-Start­up Gla­zo­mer vor. Statt die Prei­se im Sale zu sen­ken, ver­dop­pelt er sie. Sei­ne Unter­ho­sen nennt er "Kron­ju­we­len­hal­ter", sei­ne Hem­den "Arbeit­ge­ber­hem­den" (bei­de Waren­grup­pen sind übri­gens aktu­ell im Online-Shop nicht zu fin­den). Wenn es sein muss, gibt er sei­nen Kun­den einen mit. 'HenryJohn666' dreht er eine Nase, weil der den Ver­kauf der Stepp­wes­ten ver­passt hat. "Ätschi­bätsch!" Neben­bei amü­siert er sich über die letz­te Gene­ra­ti­on, die LGBTQ-Bewe­gung, das Gen­dern und die Lin­ken.

Das kommt an. Ins­be­son­de­re jun­ge Män­ner, BWL-Stu­den­ten und ande­re, die sich als High-Per­for­mer sehen, dürf­ten Ursch­um­zews Auf­trit­te lus­tig fin­den. Gla­zo­mer hat immer­hin 89.000 Fol­lower auf Insta­gram, eine eta­blier­te Mar­ke wie z.B. Olymp hat kei­ne 55.000. Wie die Con­ver­si­on aus­sieht, steht frei­lich auf einem ande­ren Blatt.

Schlagworte:
Das könnte Sie auch interessieren:

Was ist Ihre Meinung dazu?

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert