Manchmal ist Werbung mit Wirklichkeit konfrontiert, Rebecca Van Dyck

Die neue Levi’s‑Kampagne ist etwas zu sehr am Puls der Zeit. Vor­ges­tern wur­de “Go Forth” vor­ge­stellt, ges­tern wur­de der Start in Groß­bri­tan­ni­en aus­ge­setzt. Der Grund: In dem Clip “Lega­cy” hat Regis­seur Ralf Schmer­berg Charles Bukow­skis Gedicht “The Laug­hing Heart” unter ande­rem mit Sze­nen der dies­jäh­ri­gen Ber­li­ner Mai-Kra­wal­le unter­legt. Das schien vor dem Hin­ter­grund der schwe­ren Aus­schrei­tun­gen in Groß­bri­tan­ni­en unangemessen.

“Go Forth” ist der Ein­stand der neu­en Levi’s‑Marketing-Chefin. Rebec­ca Van Dyck ist seit März in San Fran­cis­co an Bord. Levi’s‑President Robert Han­son hat­te die Top-Mana­ge­rin von Apple abge­wor­ben, wo sie das glo­ba­le Mar­ke­ting ver­ant­wor­te­te. Davor hat­te sie u.a. für Nike die “Just do it”-Kampagne entwickelt.

Levi’s hat schnell und rich­tig gehan­delt. Für vie­le Mar­ke­ting­leu­te dürf­te es eine Ver­lo­ckung sein, das unver­hoff­te Skan­dal­po­ten­zi­al publi­ci­ty­t­räch­tig aus­zu­rei­zen. Mit destruk­ti­vem Mob in Ver­bin­dung gebracht zu wer­den, wäre dem Levi’s‑Image indes nicht zuträg­lich. Und wer weiß – wahr­schein­lich schau­en sich jetzt noch viel mehr Leu­te den Clip an:

https://www.youtube.com/watch?v=KT16DcHcjRA
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