Eine schöne Idee hat Alexander von Keyserlingk da entwickelt

Und ein gutes Schlag­wort hat er auch gefun­den: “Slo­w­re­tail”. Ähn­lich der Slow­food-Bewe­gung, die sich ursprüng­lich in Ita­li­en als Reak­ti­on auf die Expan­si­on der Fast­food-Ket­ten gebil­det hat, sieht er i Slo­w­re­tail einen Gegen­pol zu den vie­len Filia­lis­ten, die den Ein­zel­han­del zuneh­mend beherr­schen. In sei­nem Blog stellt er seit 2007 indi­vi­du­el­le, inspi­rie­ren­de Ein­zel­han­dels­kon­zep­te “jen­seits von uni­for­mier­ten Fuß­gän­ger­zo­nen und Shop­ping Cen­ter” vor. Authen­ti­sche Läden, “die es schaf­fen, ihre ursprüng­li­chen Kauf­manns­wer­te und ihren Anspruch an Pro­dukt- und Bera­tungs­qua­li­tät auch in moder­nen Zei­ten zu leben”. 
  
Ich habe Alex­an­der von Key­ser­lingk die­ser Tage ken­nen­ge­lernt, als er mit sei­nem Kol­le­gen Gui­do Schild von der Unter­neh­mens­be­ra­tung Team Retail Excel­lence zum Gedan­ken­aus­tausch bei uns in der Redak­ti­on war. Von Key­ser­lingk ist ein Über­zeu­gungs­tä­ter. Gelernt hat er das Han­dels­ge­schäft in Ber­lin beim Her­ren­aus­stat­ter Mien­tus sowie im Kadewe. Er bau­te den Luxus-Depart­ment Store Quar­tier 206 mit auf, war bei Gap und Retail-Ver­ant­wort­li­cher bei Manu­fac­tum. Heu­te arbei­tet er als Bera­ter und als Dozent an der Düs­sel­dor­fer Aka­de­mie Mode & Design (AMD). Und natür­lich als Blog­ger (wovon man bekannt­lich allein nicht leben kann). 
 
Bestand­teil sei­nes Slo­w­re­tail-Blogs ist übri­gens eine lan­ge Lis­te von Con­cept Stores. Vor dem nächs­ten Store­check rein­schau­en.