Stoppt das Amazon-Bashing, fordert Gerrit Heinemann

„Auch Karstadt hat in den nahezu 15 Jahren, in denen Amazon auf dem deutschen Markt tätig ist, kaum bis gar keine Steuern bezahlt. (…) Während Karstadt mehr als 20.000 Arbeitsplätze abgebaut hat, wurden bei Amazon Deutschland 20.000 Arbeitsplätze aufgebaut.“

Der Web-Professor in einem lesenswerten Gastbeitrag für Internet World Business

heinemann

profashionals

Mehr als 20 Jahre journalistische Arbeit bei der TextilWirtschaft. Als Redakteur, Korrespondent, Business-Ressortleiter. Chefredakteur von 2006 bis 2011. Die TextilWirtschaft ist das führende Medium für das Modebusiness im deutschsprachigen Europa. Seit Januar 2012 Managing Partner der Personalberatung Hartmann Consultants

5 thoughts on “Stoppt das Amazon-Bashing, fordert Gerrit Heinemann

  1. Tatsächlich will uns der E-Commerce-Professor-Lobbyist klugerweise sagen sein Onlineklientel, am Beispiel Amazon, ist genau so verkommen wie Karstadt!

    Da kann man ihm nur zustimmen.

    Was für ein (alter) Trick! picke ich mir die schmuddeligen Beispiele aus der Branche als Benchmark heraus und schon stehe ich besser da.

    Übersehen hat er, dass z. B. Handel noch aus einigen tausend anderer Unternehmen in Deutschland besteht, welche ihr Business ohne hinterfotzige Steuertricksereien betreiben.
    Sollen die Multis der jeweiligen Branche ihr Business vorantreiben – bitte gerne – jedoch auf Gewinne Steuern zahlen, das ist das was sie den Gesellschaften in ihren Märkten schulden.

    Zuletzt der Mythos der geschaffene Arbeitsplätze: wer glaubt, dass im E-Commerce, bereinigt um die im Offlinebereich wegfallenden, Arbeitsplätze geschaffen werden faked schamlos diese sogenannte Erfolgsstory, welche diesbezüglich keine ist.

  2. Wenn Karstadt pleite ist, weil sein Konzept nicht mehr zeitgemäß ist und was für Gründe es auch immer noch sein mögen, und deshalb 20.000 Arbeitsplätze abgebaut werden, heißt das, dass Karstadt auch mal 20.000 Arbeitsplätze aufgebaut hat. Ob die Karstadt-Mitarbeiter die letzten Jahre unter denselben Bedingungen arbeiten mussten wie Amazonmitarbeiter wird hier verschwiegen. Wenn Karstadt keine Steuern mehr bezahlt hat, liegt das vermutlich daran, dass sie keine Gewinne mehr gemacht haben, sonst wären sie ja jetzt nicht pleite, und nicht an Standort-Tricksereien. Hier werden wohl doch Birnen mit Kartoffeln verglichen.

  3. Der große Unterschied liegt darin, dass Karstadt seit ca. 12 Jahren dank „merkwürdigen“ Unternehmens-Strategien und einer gewissen „Mitnahmementalität“ seitens der uns allen bekannten Vorstände und Inhaber mit rasanter Fahrt gen Abgrund steuert und verzweifelt nach Atem ringt.
    Miserable Gehälter und Löhne sowie ausufernde Entlassungswellen zählten ursprünglich keineswegs zu den Gepflogenheiten.

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